George-Abend holt schlechte Quoten, DFB-Team - DER SPIEGEL
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TV-Quoten George Flop, DFB-Frauen top

Geburtstag im Sommer? Klingt gut. Aber nicht, wenn es um TV-Quoten geht. Der Götz-George-Themenabend der ARD zu dessen 75. Geburtstag floppte. Dagegen durften sich die DFB-Frauen bei ihrem Einzug ins EM-Finale über Beistand vor den Bildschirmen freuen.
George als George: Ausstrahlung, "wenn alle im Urlaub sind"
George als George: Ausstrahlung, "wenn alle im Urlaub sind"

George als George: Ausstrahlung, "wenn alle im Urlaub sind"

Foto: ARD
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Berlin/Hamburg - Das ist das Schicksal der im Sommer Geborenen: Super Wetter, aber alle Freunde im Urlaub. Das bekam nun auch Schauspieler Götz George zu spüren, der am Dienstag 75 wurde.

Er ist einer der beliebtesten Schauspieler des Landes, seit Dekaden im Geschäft. Die ARD wollte dem TV-Denkmal mit einem Themenabend an seinem Ehrentag gratulieren, doch die George-"Freunde" wollten sich einfach nicht um die TV-Geräte scharen. Die Schimanski-Wiederholung ("Schuld und Sühne") zur Primetime sahen sich noch 3,62 Millionen an, darunter allerdings nur 650.000 aus der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen. Doch für das im Anschluss um 21.45 Uhr ausgestrahlte Dokudrama "George" ließen sich nur 1,96 Millionen Menschen begeistern (9,2 Prozent). Auch hier schauten nur wenige junge Zuschauer zu.

In dem ambitionierten und kontrovers diskutierten Film spielt Götz George seinen Vater Heinrich, einen der größten deutschen Schauspieler, der unter den Nazis in Propagandafilmen wie "Kolberg" mitwirkte. Der Film hatte bei seiner Vorpremiere am Montag dem Kultursender Arte eine sehr ordentliche Quote von 3,3 Prozent beschert. Auch dem Zweiten hatte George am Montag mit der Wiederholung des Fernsehkrimis "Nachtschicht: Reise in den Tod" eine gute Quote beschert.

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TV-Doku-Drama: Wenn der Sohn den Vater spielt

Foto: ARD

Der leicht zu erzürnende George hatte die Quotenpleite schon geahnt. Öffentlichkeitswirksam hatte er bei "TV Spielfilm Online" im Vorwege den Ausstrahlungstermin kritisiert. Der Film laufe, "wenn alle im Urlaub sind". Er habe versucht, den Sender davon zu überzeugen, den Film im Herbst auszustrahlen. Dort hätte es auch einen terminlichen Anlass gegeben: den Geburtstag seines Vaters Heinrich.

Die absoluten Gewinner des sommerlichen Fernsehabends waren die deutschen Fußballfrauen. 8,22 Millionen Zuschauer sahen im ZDF, wie sich das DFB-Team gegen Schweden ins Finale kämpfte (Marktanteil: 29,9 Prozent). Das Viertelfinale am Sonntag gegen Italien hatten lediglich etwas mehr als vier Millionen Zuschauer verfolgt.

Bei den RTL setzte sich der schwache Zuschauertrend der Freak-Formate fort. Die umstrittene Reality-Soap "Wild Girls" sahen nur 1,76 Millionen Zuschauer (6,6 Prozent), "Mama Mia - Wer heiratet meinen Sohn" nur 1,56 Millionen (5,6 Prozent). Sat.1 hingegen stand mit seiner Reportagereihe "Die strengsten Eltern der Welt" mit 1,02 Millionen Zuschauern (7,7 Prozent) der jüngeren Zielgruppe ganz gut da.

seh/dpa