Letzter ARD-Talk von Günther Jauch: Durchschnittlich interessant
Einschaltquoten für letzten Jauch-Talk Durchschnittlich interessant
Günther Jauchs letzter Auftritt als Talkmaster in der ARD ist kein großer Publikumserfolg gewesen. 4,64 Millionen schalteten am Sonntagabend das Erste ein. Das entspricht einem Marktanteil von 16,2 Prozent. Die Quote lag damit ziemlich genau bei Jauchs Durchschnittswert. Im Schnitt verzeichnete der Polittalk in den vergangenen vier Jahren 4,62 Millionen Zuschauer.
In der Vergangenheit hatte Jauch ein paar Mal mehr als sechs Millionen Zuschauer erreicht. Den Höchstwert erzielte er am 1. September 2013. Beim Kandidatenduell vor der Bundestagswahl schalteten 8,25 Millionen Zuschauer ein. Zum größten Flop kam es am 10. Juni 2012. Nur 2,82 Millionen Zuschauer interessierten sich für die Sendung "Trauma Afghanistan - welche Spuren hinterlässt der Krieg".
Die letzte Sendung, in der Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble alleiniger Gast war, stieß in den sozialen Netzwerken auf ein zurückhaltendes Echo.
Für besonderes Aufsehen sorgte der Umstand, dass nach der Abmoderation des Polittalks nicht direkt zu den "Tagesthemen" geschaltet wurde. Stattdessen musste die ARD noch eine Gegendarstellung vorlesen, die das People-Magazin "Closer" erwirkt hatte.
In der Gegendarstellung geht es um die Jauch-Sendung zu dem Unfall von Michael Schumacher. Jauch hatte darin behauptet, den damaligen Chefredakteur von "Closer", Tom Junkersdorf, in die Sendung eingeladen und eine Absage erhalten zu haben. Junkersdorf bestreitet das. Für den Fernsehmoderator Jan Böhmermann war das eine besondere Pointe.