Internationale Emmys: Brit-TV räumt ab - DER SPIEGEL
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Internationale Emmys Brit-TV räumt ab

Der große Sieger heißt Großbritannien: Das Gerichtsdrama "Accused" wurde bei den internationalen Emmys als beste Serie geehrt, die Schauspieler Christopher Eccleston und Julie Walters als beste Darsteller. Deutschland ging bei der TV-Prestigeveranstaltung leider (fast) leer aus.
Lady Gaga und TV-Produzent Nigel Lythgoe: Idol trifft Idole-Schöpfer
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Foto: Andrew Gombert/ dpa
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Hamburg/New York - Der große Abräumer des Abends war die britische Serie "Accused". Sie wurde als bestes Drama ausgezeichnet, Schauspieler Christopher Eccleston (auch bekannt aus der Serie "Doctor Who") erhielt für seinen Auftritt in einer Folge den Preis als bester männlicher Darsteller. In der Serie geht es um eine Reihe von Angeklagten, die in Zellen unterhalb des Gerichtssaals auf ihr Urteil warten. Ursprünglich war die Produktion gar nicht nominiert gewesen, ersetzte dann aber die britische Serie " Sherlock", nachdem diese auch für einen Emmy in den USA nominiert worden war.

Auch in anderen Kategorien setzte sich die Briten diesmal bei der Verleihung der internationalen Emmys durch. So wurde Schauspielerin Julie Walters für ihre Rolle in dem Fernsehfilm "Mo" ausgezeichnet. Fünf Trophäen wanderten insgesamt nach Großbritannien.

Deutschland ging dafür leer fast leer aus. RTL-Korrespondentin Antonia Rados, die für ihre Reportage "Unter Piraten" nominiert gewesen war, konnte keinen Emmy mit nachhause nehmen. Immerhin war das ZDF als Co-Produzent der schwedischen "Millenium"-Reihe an einer Produktion beteiligt, die eine Auszeichnung erhielt. Der Krimi-Dreiteiler nach Stieg Larssons Romanen wurde als beste Mini-Serie geehrt.

Moderiert wurde die Gala am Montagabend vom früheren "Beverly Hills, 90210"-Star Jason Priestley, als Höhepunkt gab es einen Überraschungsauftritt von Lady Gaga, die dem britischen Fernsehproduzenten Nigel Lythgoe ("American Idol") den Emmy-Gründerpreis überreichte.

Vierzig Nominierte aus 20 Ländern standen sich bei den 39. Internationalen Emmys in zehn Kategorien gegenüber, bei denen außerhalb der USA hergestellte Arbeiten ausgezeichnet werden. Ein Ehrenpreis ging an den indischen Medienmogul Subhash Chandra, der durch die Gründung des ersten Privatsenders in Indien vor fast 20 Jahren das Fernsehmonopol der Regierung brach.

cbu/AFP