Michael "Bully" Herbig bekommt eigene Sitcom bei ProSieben - DER SPIEGEL
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Nach Rückkehr zu ProSieben "Bully" Herbig bekommt eigene Sitcom

Eine Sitcom nach US-amerikanischem Vorbild, aufgezeichnet vor Publikum: Nach der Rückkehr von Michael "Bully" Herbig zu ProSieben hat der Sender seine Pläne für den Comedian bekanntgegeben - und erhofft sich einen Publikumsrenner.
Comedian "Bully" Herbig: "Gegessen wird zu Hause"
Comedian "Bully" Herbig: "Gegessen wird zu Hause"

Comedian "Bully" Herbig: "Gegessen wird zu Hause"

Foto: Tobias Hase/ picture alliance / dpa
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München/Hamburg - Wer nachmittags vor dem Fernseher sitzt und ins ProSieben-Programm zappt, weiß in der Regel, was ihn erwartet. Vor allem auf die US-Sitcoms "How I Met Your Mother", "The Big Bang Theory" und "Two and a Half Men" kann sich der Zuschauer einstellen. Mehr als hundert Folgen der erfolgreichen Serien zeigt der Münchner Sender - pro Woche. Jetzt soll noch eine weitere Sitcom dazukommen: Michael "Bully" Herbig startet zum Winter mit einem eigenen Format nach amerikanischem Vorbild, verkündet der Geschäftsführer des Senders, Wolfgang Link, im Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Worum es in der Serie geht? Darüber schweigt sich Link zunächst noch aus, nur so viel: "Bully spielt Bully". Und da die Marktanteile von Sitcoms wie "The Big Bang Theory" den Geschäftsführer nach eigenen Angaben "glücklich" machen, soll auch die neue Show nach US-Vorbild ablaufen. Mit einer Ausnahme: Die Hintergrund-Lacher werden, anders als bei "How I Met Your Mother" oder "Malcolm mittendrin", nicht vom Band kommen, sondern von einem Publikum, das bei der Aufzeichnung dabei ist. "Bully hat den Ehrgeiz, das so zu produzieren", sagt Link.

Aber auch die Programmverantwortlichen haben offenbar ehrgeizige Ziele: "Es kann doch nicht sein, dass die Amerikaner es schaffen, solche Erfolge zu produzieren, und wir nicht", sagt Link. Wobei auch andere deutsche Sender bereits eigene erfolgreiche Sitcoms ausgestrahlt haben, RTL etwa zeigte "Ritas Welt" mit Gaby Köster, Sat.1 widmete Anke Engelke die Serie "Anke". Jetzt legt ProSieben mit einer ersten Eigenproduktion in dem Genre nach.

Offene Beziehung

Fünf Jahre Zeit hatte sich Herbig mit seiner Rückkehr in die deutsche TV-Landschaft gelassen. Bereits im Januar hatte der SPIEGEL berichtet, dass der Entertainer zur Saison 2013/2014 mit einem neuen Format bei ProSieben zu sehen sein wird. Über den Sender ließ er dazu ausrichten: "Ich bin jetzt schon seit 16 Jahren mit ProSieben zusammen. Wir praktizieren eine offene Beziehung, vertrauen uns aber dennoch sehr. Natürlich riskiert man zwischendurch auch mal einen Flirt mit anderen Sendern, aber gegessen wird immer noch zu Hause."

Dort feierte Herbig auch seinen Durchbruch; bekannt wurde der 45-Jährige mit der Sketchreihe "Bullyparade", die zwischen 1997 und 2002 bei dem Privatsender lief. Zuletzt hatte er auf ProSieben die Castingshow "Bully sucht die starken Männer" präsentiert. In den vergangenen Jahren hat sich der Macher von "Der Schuh des Manitu" und "(T)Raumschiff Surprise" aber vorrangig seiner Kinoarbeit gewidmet, erst im Frühjahr trat er zum ersten Mal in einer Hollywood-Produktion, "Der unglaubliche Burt Wonderstone", auf.

Jetzt geht es für ihn wieder zurück ins Fernsehen. Der Sprung von der Kino-Leinwand zum erfolgreichen Sitcom-Darsteller hat ebenfalls amerikanische Vorbilder: So feiert Alec Baldwin mit "30 Rock" große Erfolge, Charlie Sheen wurde durch "Two and a Half Men" noch bekannter und ist in seiner Rolle als Charlie Harper in Deutschland fast 30-mal in der Woche zu sehen - bei ProSieben.

vks