Polizeiruf 110 heute: "Wendemanöver" Teil 2 - Schnellcheck - DER SPIEGEL
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"Polizeiruf": Rostock meets Magdeburg

Foto: NDR/ Christine Schroeder

ARD-Sonntagskrimi Der neue "Polizeiruf" im Schnellcheck

Das Chaos geht weiter: Auch im zweiten Teil des "Polizeiruf"-Doppels aus Magdeburg und Rostock geht es um Ermittler in Aufruhr und Verbrechen aus der Wendezeit.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Das Szenario:

Die Treuhandverbrechen der frühen Neunzigerjahre, die Waffengeschäfte der Gegenwart: Hier werden sie verknüpft zu einem großen Krimi-Panorama, das die Mordkommissionen aus Mecklenburg-Vorpommern (Anneke Kim Sarnau als König, Charly Hübner als Bukow) und Sachsen-Anhalt (Claudia Michelsen als Brasch, Sylvester Groth als Drexler) zusammenbringt. Am Ende des zweiten Teils, wir wollen nicht zuviel verraten, wird sogar ein bisschen geknutscht.

Der gesellschaftspolitische Auftrag:

In einem waghalsigen Plot wird versucht zu erklären, was die Treuhandverbrechen in den frühen Neunzigerjahren mit den Waffengeschäften der Gegenwart zu tun haben. Erzähltechnisch verheben sich die Verantwortlichen allerdings an ihren großen Ambitionen.

Eine Szene zum Freuen:

Bukows Vater kommt mit dem Auto, in dem eine Leiche auf dem Beifahrersitz hockt, zum Polizeirevier in Rostock vorgefahren. Knallt die Tür zu, sucht sich einen Polizisten und sagt: "Viel Vergnügen. Schlüssel steckt."

Eine Szene zum Heulen:

Die Auflösungsszene am Ende, in der alles erklärt wird - und die komplizierten familiären Verhältnisse der Hauptverdächtigen aufgedröselt werden. Große Verschwörungen und großes Familiendrama, alles wird hier verwurstet. Die Figuren weinen. Uns kommen auch die Tränen.

Der Plausibilitätsfaktor:

Mäßig. Die Ermittlerfiguren mit ihren Neurosen sind zwar klasse und schlüssig gespielt, aber der ambitionierte Plot geht leider nicht ganz auf.

Die Bewertung:

6 von 10 Punkten

Und wenn ich mehr über den "Polizeiruf"-Zweiteiler wissen will?

Dann lesen Sie bitte hier weiter!


"Polizeiruf: Wendemanöver 2", Sonntag, 20.15 Uhr, ARD