Serien-Welterfolg aus Südkorea »Squid Game« wird fortgesetzt
Szene aus »Squid Game«: Kinderspiele mit tödlichem Twist
Foto:Noh Juhan / AP
Netflix hat sich Zeit gelassen mit der offiziellen Ankündigung einer zweiten Staffel von »Squid Game«. Schon im vergangenen November hatte der Erfinder und Regisseur Hwang Dong-hyuk bekannt gegeben, an der Fortsetzung zu arbeiten und sogar auf eine mögliche dritte Staffel hingewiesen. Dazu sagte Netflix-Chef Ted Sarandos zwar nichts Konkretes, aber sein Statement, das »Squid Game«-Universum habe gerade erst begonnen, deutet ebenfalls auf mehr als eine weitere Staffel hin.
Eine Pressemitteilung dazu gibt es nach wie vor nicht. Sarandos äußerte sich während eines Gesprächs mit Investoren aus Anlass des aus wirtschaftlicher Sicht wenig erfreulich gelaufenen letzten Quartals 2021. So hatte er der nicht eben rosigen Geschäftsentwicklung zumindest etwas Positives entgegenzusetzen. Alles andere hätte allerdings auch verwundert. »Squid Game« ist schließlich die erfolgreichste Reihe in der Geschichte des Konzerns, sie soll von 142 Millionen Haushalten weltweit geschaut worden sein.
Die Serie aus Südkorea erzählt die Geschichte eines Spiels, bei dem die Teilnehmer 4,6 Milliarden Won (3,4 Millionen Euro) gewinnen können. Schnell stellt sich heraus, dass es sich zwar um Kinderspiele handelt, allerdings mit tödlichem Twist. Der Neunteiler ist ein bösartiger Kommentar auf soziale Verhältnisse und den Druck im Kapitalismus.
Kurz vor Sarandos' Statement hatte Netflix bekannt gegeben, in diesem Jahr 25 Serien und Spielfilme aus Südkorea ausstrahlen zu wollen. In Südkorea enden Serien gewöhnlich nach einer Staffel, und Regisseur und Autor Hwang Dong-hyuk verhehlt nicht, dass er durchaus mit der Arbeit an der Fortsetzung hadert.
Dem »Hollywood Reporter« sagte er : »Womit ich gerade ringe, ist die richtige Haltung zur Arbeit an Staffel zwei – ich sollte sie nicht als riesige Belastung sehen, sondern die Liebe und Unterstützung, die ich erhalte, dafür nutzen.« Dass er Respekt vor der Aufgabe hat, ist allerdings auch verständlich: Durch den Stress bei der Erstellung der ersten Staffel verlor Hwang sechs Zähne.