"Tatort" mit Fabian Hinrichs: Knochenchaos in Franken
ARD-Sonntagskrimi Der neue Franken-"Tatort" im Schnellcheck
Das Szenario:
Panik im Anatomischen Institut der Würzburger Universität. Schädel und Skelett einer für die Forschung präparierten Leiche passen nicht zusammen. Kommissarin Paula Ringelhahn (Dagmar Manzel) und Kollege Felix Voss (Fabian Hinrichs) sollen Ordnung ins Knochenchaos bringen. Parallel untersuchen sie den grausamen Mord an einer Wirtshausgattin.
Der Satz zum Angeben:
"Die Uni Würzburg ist eine anatomische Hochburg. Hier hat Corti das cortische Organ entdeckt." Falls es Sie mal nach Würzburg verschlägt und Sie nicht wissen, welches Kompliment Sie der Stadt machen sollen, hier ist eins.
Der Satz zum Angsthaben:
"Der entscheidende Moment, der Augenblick, in dem man töten könnte, und es dann nicht tut, kennst du das?" Kommissarin Ringelhahn rückt mit dieser Frage ihrem Kollegen Vessel auf die Pelle - und man glaubt ihr, dass sie über diesen Moment nachgedacht hat. Ein stiller, ein sanfter Abgrund dieser Frau.
Der Satz zum Ablachen:
"Der Schädel passt nicht zum Rest der Knochen", so der Polizeipräsident zu seinen Polizisten. "Kenn ich", sagt Ringelhahn, "so fühlt sich ein Kater an."
Der Plausiblitätsfaktor:
Relativ hoch. So explizit hier die Innereien und Knochen menschlicher Leichen gezeigt und beschrieben werden, so verschlossen sind die Menschen. Trotzdem wirken sie stimmig gezeichnet, auch weil auf allen küchenpsychologischen Mumpitz verzichtet wird.
Die Bewertung:
7 von 10 Punkten. Starke Bilder, starke Dialoge, nur der Plot ist manchmal ein bisschen sehr verspult. Eine Krimi-Meditation über die Endlichkeit des Menschen.
Und wenn ich mehr über diesen "Tatort" wissen will?
Dann lesen Sie bitte hier weiter!
"Tatort: Das Recht sich zu sorgen", Sonntag, 20.15 Uhr, ARD
Fotostrecke: Alle "Tatort"-Teams im Überblick