"Tatort" heute aus Ludwigshafen: "Babbeldasch" im Schnellcheck - DER SPIEGEL
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"Tatort" mit Lena Odenthal: I walked with a pfälzische Zombie

Foto: SWR/ Martin Furch

ARD-Sonntagskrimi Der neue Odenthal-"Tatort" im Schnellcheck

Wir sind der "Tatort"! In Ludwigshafen kapern die Darsteller eines Laientheaters den Fernsehkrimi - trotz großer kleiner Auftritte von babbelnden Pfälzern kein wirklich aufregendes Impro-Abenteuer.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Das Szenario:

Das Leben ist ein einziges Laienspiel. Nach dem Mord an einer Mundart-Ikone offenbaren sich bei der pfälzischen Amateurtheaterbühne "Babbeldasch" Lieben und Intrigen zwischen den verschiedenen Darstellern. Mittendrin: Kommissarin Lena Odenthal (Ulrike Folkerts), die sich in die Truppe einschmuggelt und ihre Lust am Spielen und Verkleiden entdeckt.

Der gesellschaftspolitische Auftrag:

Wer will, kann in diesem Krimi einen emanzipatorischen Akt sehen. Indem der für seine Improvisationsarbeiten gefeierte Spielleiter Axel Ranisch ("Alki, Alki") Amateure im Film mit echten Amateuren besetzt, sagt er auch: Wir sind der "Tatort"!

Kleiner großer Auftritt:

Peter Espeloer als Forensiker Peter Becker. Der Pfälzisch babbelnde Sidekick führt Kollegin Odenthal am Anfang in die Dialekt-Laienspielgruppe ein. Auch dies, wenn man will, ein emanzipatorischer Akt: Mundart wird im deutschen Fernsehkrimi ja nur noch von Nebenfiguren gesprochen, von Sekretärinnen, Gerichtsmedizinern oder den verschrobenen Wächtern der Asservatenkammer. Durch "Babbeldasch"-Fan Becker aber gerät der Dialekt ins Zentrum der Handlung - und damit auch er selbst.

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"Tatort" mit Lena Odenthal: I walked with a pfälzische Zombie

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Großer kleiner Auftritt:

Sophie Fettèr als Mundart-Ikone Malou Mott. Nachdem sie in ihrem Theater durch einen provozierten allergischen Schock auf ein Schoko-Mohn-Croissant ermordet wurde, huibuht ihr Geist Kommissarin Odenthal hinterher: "Du kannscht Disch nicht versteckle!" Mundarthokuspokus für die Kleinbühne, hübsch aufgeblasen für einen etwas anderen Fernsehkrimi.

Der Plausibilitätsfaktor:

Ala! Trotz all der Dialekt-Bodenständigkeit und Echte-Leute-Authentizität bleibt das Zusammenspiel der Figuren unglaubwürdig.

Die Bewertung:

4 von 10 Punkten. Ein interessantes "Tatort"-Experiment - das leider nicht aufgeht. Kein Grund aufzugeben: Zur Zeit dreht Axel Ranisch mit Ulrike Folkerts schon den nächsten Impro-Krimi.

Die ausführliche Analyse:

Lesen Sie bitte hier weiter!


"Tatort: Babbeldasch", Sonntag, 20.15 Uhr, ARD

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Fotostrecke: Alle "Tatort"-Teams im Überblick

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