TV-Quoten: Jauch schlägt Raab - DER SPIEGEL
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TV-Quoten Jauch schlägt Raab

"Nationale Aufgabe" gescheitert: Quotenmäßig konnte Stefan Raab die von ihm an die Sendung "Unser Song für Deutschland" gestellten Erwartungen nicht erfüllen. Konkurrent Günther Jauch versammelte mit seinem Quiz mehr als doppelt soviele Zuschauer vor dem Bildschirm.
Lena-Förderer Stefan Raab: trotz großer Gesten nur bescheidene Quoten
Lena-Förderer Stefan Raab: trotz großer Gesten nur bescheidene Quoten

Lena-Förderer Stefan Raab: trotz großer Gesten nur bescheidene Quoten

Foto: Rolf Vennenbernd/ dpa
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Hamburg/Berlin - Im Vorfeld klang er stets wie eine Mischung aus Bundeswirtschafts- und Bundesaußenminister. Wenn Stefan Raab über seinen Star Lena und deren Bedeutung für Deutschland sprach, wurde der Witzbold plötzlich ganz staatstragend: "Eine nationale Aufgabe" sei es, den richtigen Lena-Beitrag für den Eurovision Song Contest (ESC) zu finden.

So gesehen kann man jetzt nur sagen: "Nationale Aufgabe" gescheitert. Nein, das Land versammelte sich nicht geschlossen vor dem Fernseher, um "Unseren Song für Deutschland" zu wählen: Nur 2,56 Millionen Zuschauer (Marktanteil: 7,9 Prozent) interessierten sich am Montagabend ab 20.15 Uhr für die ProSieben-Show. Das entspricht zwar in etwa dem Zuspruch der Vorgängersendung "Unser Star für Oslo" - ist aber gemessen an den von Raab selbst geschürten Erwartungen an die Strahlkraft der ESC-Titelverteidigerin enttäuschend.

Die Konkurrenz konnte locker gegen das vermeintliche Staatsereignis anstinken: Günther Jauchs RTL-Show "Wer wird Millionär?" schalteten 7,34 Millionen Menschen (21,3 Prozent) ein. Danach sahen um 21.15 Uhr 6,25 Millionen Zuschauer (19,1 Prozent) "Rach, der Restauranttester". Die ARD-Reportage "Das Wunder Leben - Säugetiere" verfolgten immerhin 3,55 Millionen Zuschauer (10,3 Prozent). Selbst die Vox-Krimiserie "CSI: NY" überrundete mit 3,32 Millionen (9,6 Prozent) die groß beworbene ProSieben-Show locker.

Und auch das ZDF fuhr exzellente Quoten ein: Die Komödie "Meine Familie bringt mich um" erreichte um 20.15 Uhr 5,99 Millionen Zuschauer (17,4 Prozent). Der Film mit Iris Berben und August Zirner hatte zuvor für Aufmerksamkeit gesorgt, weil die Clearingstelle im ZDF die Produktion von Berbens Sohn Oliver auf unerlaubte Produktplatzierung hatte abklopfen müssen.

cbu/dpa

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