TV-Quoten Neubauer hinter Jauch und Ferch
Christine Neubauer (Mitte) im ARD-Zweiteiler "Der kalte Himmel": 5,16 Millionen Zuschauer
Foto: ARDHamburg - Das von positiven Kritiken begleitete Autismusdrama "Der kalte Himmel" konnte zumindest mit seiner ersten, am Montag in der ARD ausgestrahlten Folge nicht das ganz große Publikum anlocken: 5,16 Millionen Zuschauer erlebten Christine Neubauer in einer ungewöhnlichen subtilen Rolle als bayerische Hopfenbäuerin, die, um ihren autistischen Sohn zu unterstützen, aus der dörflichen Enge in den Trubel Berlins im Studentenaufstandsjahr 1968 flieht.
Mit einem Marktanteil von 14,3 Prozent war "Der kalte Himmel" beim Gesamtpublikum nur die dritte Wahl zur Primetime um 20.15 Uhr. Nach der ARD-"Tagesschau", die noch von 6,39 Millionen Zuschauern gesehen wurde, zappten Etliche weg. Tagessieger war Günter Jauchs RTL-Quizshow "Wer wird Millionär?" mit 6,49 Millionen Zuschauern (Marktanteil: 18,2 Prozent).
Doch auch die öffentlich-rechtliche Konkurrenz schob sich um Viertel nach Acht vor die ARD: Der Thriller "Rottmann schlägt zurück" mit Heino Ferch als Chef einer Polizei-Sondereinheit, die einen Maulwurf in den eigenen Reihen ausfindig machen muss, brachte 5,24 Millionen Menschen dazu, das ZDF einzuschalten (Marktanteil: 14,6 Prozent).
Der Animationsfilm "Madagascar" kam bei Sat.1 zwar im Gesamtpublikum nur auf 3,87 Millionen Zuschauer (10,9 Prozent), doch zur Freude des Senders waren davon 2,49 Millionen Teil der für die Werbewirtschaft wichtigen Zielgruppe von 14 bis 49 Jahren. Damit lag "Madagascar" in diesem Zuschauersegment bei den um 20.15 Uhr beginnenden Sendungen sogar an der Spitze mit einem Marktanteil von 17,6 Prozent. "Wer wird Millionär?" wollten 2,23 Millionen junge Zuschauer sehen, Heino Ferch in "Rottmann schlägt zurück" kam auf 1,33 Millionen Zuschauer zwischen 14 und 49 - und "Der kalte Himmel" nur auf 1,01 Millionen.