Umfrage unter Tatort-Zuschauern - DER SPIEGEL
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Tatort: Weniger Ermittler, mehr Ernsthaftigkeit

Foto: ARD

Umfrage zum "Tatort" Etwas mehr Realität, bitte!

Der "Tatort"? Zu unrealistisch, zu gewalttätig, zu genormt. Wenn es nach den Zuschauern ginge, ist beim ARD-Krimi noch Luft nach oben. Ein Marktforschungsinstitut hat nachgefragt, was die Zuschauer am meisten stört.
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Hamburg - Die Quoten könnten nicht besser sein. Oft schauen mehr als zehn Millionen Menschen zu, machmal sogar mehr als zwölf Millionen. Trotzdem muss sich der "Tatort" jeden Sonntag wieder der harten Kritik der Zuschauer stellen. Jetzt gibt es auch eine offizielle Umfrage zu dem Thema. Das Marktforschungsinstitut Emnid hat im Auftrag der Programmzeitschrift "Auf einen Blick" nach den häufigsten "Tatort"-Ärgernissen gefragt.

Bei den Antworten waren sich die Befragten relativ einig: Immerhin etwa jeder zweite "Tatort"-Zuschauer findet, dass die "Tatort"-Produzenten mehr Kreativität beweisen könnten: 45 Prozent der befragten Zuschauer stört es, dass sich die einzelnen Folgen zu sehr ähneln.

42 Prozent gaben an, die Handlung sei oft unrealistisch. 40 Prozent finden den "Tatort" zu brutal. Unter den befragten Frauen gab sogar rund die Hälfte an, der ARD-Krimi zeige zu viel Gewalt. Immerhin 35 Prozent der fühlt sich durch zu viel Klamauk und Seitenaspekten von der eigentlichen Geschichte abgelenkt. Jeder Dritte ärgert sich über die unübersichtliche Zahl an Kommissaren (21 aktive Ermittlerteams sind zur Zeit aktiv). Und 22 Prozent aller Befragten würden gerne weniger von dem Privatleben der Polizisten erfahren.


eba/dpa