»Vanity Fair« - DER SPIEGEL
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Kino in Kürze »Vanity Fair«

• aus DER SPIEGEL 13/2005
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ist einer der berühmtesten unter den dickleibigen britischen Gesellschaftsromanen aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Die Geschichte des strebsamen Waisenmädchens Becky Sharp lehrt, mit wie vielen Stolpersteinen der schmale Pfad der Tugend gepflastert ist: Die arme Becky - im Film dargestellt von der Amerikanerin Reese Witherspoon ("Natürlich blond!"), die sich erfolgreich auf den Typ des niedlich-resoluten Persönchens spezialisiert hat - heiratet trotz strengster Vorsätze statt eines soliden Langweilers einen attraktiven Filou und wird dafür vom Schicksal bitter gebeutelt, bis sie, schon fast als Matrone, im Luxus eines kolonialen Teekränzchens in Indien Glück und Seelenfrieden findet. Die indische Regisseurin Mira Nair, zuletzt für »Monsoon Wedding« gefeiert, huldigt diesmal der behaglichen Tradition des britischen Kostümkinos: Dass man an nichts gespart hat, soll auch in breiter Pracht zu sehen sein.

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