Verlagsprogramme
Suhrkamp. Mit einer Großration neuer deutscher Erzählliteratur füttert der Verlag in diesem Frühjahr den Büchermarkt. Außer dem dritten und letzten Band von Uwe Johnsons »Jahrestagen« erscheinen: »Der Sturz« von Martin Walser -- dritter und letzter Band seiner Anselm-Kristlein-Romantrilogie; Wolfgang Hildesheimers (nach »Tynset«, 1965) zweiter Roman, »Masante«, und Walter Höllerers (vor fast einem Jahrzehnt begonnener) Erstling »Die Elefantenuhr«. Von Ingeborg Bachmann wird eine neue Erzählung, »Gier«, veröffentlicht; von dem DDR-Autor Ulrich Plenzdorf eine epische Fassung seines Erfolgsstücks »Die neuen Leiden des jungen W.«; von Jurek Becker, ebenfalls Autor in der DDR, der Roman »Irreführung der Behörden«. Größte Beachtung wird gleichwohl eine andere Novität im Suhrkamp -- Frühjahrsprogramm finden: die erste Veröffentlichung von Tagebuch-Aufzeichnungen Bertolt Brechts (von 1938 bis zu seiner Übersiedlung in die DDR), aus dem Nachlaß in Ost-Berlin herausgegeben und kommentiert von Werner Hecht. Titel der dreibändigen Edition: »Arbeitsjournale«. -- Luchterhand. Max von der Grün präsentiert einen neuen Roman aus dem westdeutschen Industriemilieu« »Stellenweise Glatteis« -- nach Verlagsauskunft »fast ein Sozialkrimi«. Von Peter Härtling erscheint ein autobiographisches Buch, »Zwettl -- Nachprüfung einer Erinnerung«; von Günter Herburger ein neuer Gedichtband, »Operette«. Außerdem im Luchterhand-Programm: »Unterwegs nach Tschewengur«, ein in der Sowjet-Union nur teilweise veröffentlichter Roman des 1951 gestorbenen Andrej Platonov.