»Verloren im Irak« - DER SPIEGEL
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Kino in Kürze »Verloren im Irak«

• aus DER SPIEGEL 22/2003
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. Kurdistan Ende der achtziger Jahre, verschneites Hochgebirge im irakisch-iranischen Grenzgebiet, Zeltlager voller Frauen und Kinder, die sich vor Saddam Husseins Giftgas-Angriffen in die Einöde gerettet haben, und Massengräber, in denen die Männer liegen: Schreiendes Elend, wohin man schaut - und doch gelingt es dem iranisch-kurdischen Regisseur Bahman Ghobadi, 33, mit Poesie und skurrilem Witz, mit Tanz und Gesang dagegenzuhalten. Er erzählt schlicht und geduldig von einem berühmten alten Volkssänger, der mit seinen beiden erwachsenen Söhnen (alle drei auf einem Motorrad) aus Iran zu einer Fahrt in die Camps jenseits der Grenze aufbricht, um seine unvergessene Ex-Frau, ebenfalls eine Sängerin, wiederzufinden. On the road vermischt sich sehr fremdartig das Realistische mit dem Lyrisch-Metaphorischen, am Ende verbindet es sich zu einer Feier kurdischer Überlebenskraft und Vitalität.

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