Walter Schulz
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DER SPIEGEL 26/1996
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ist unter den bedeutenden deutschen Philosophen der Nachkriegszeit eine Ausnahme: Auch in der Erörterung komplizierter metaphysischer Themen bleibt seine Sprache klar und verständlich, fast populär, doch ohne populistische Anbiederung - vielleicht eine Nachwirkung des oberschlesischen Pfarrhauses, aus dem er stammt. Gleichwohl wurde Schulz von seinen berühmten, anspruchsvollen Lehrmeistern Hans-Georg Gadamer und Martin Heidegger stets geschätzt. Schulz, 83, lehrte von 1955 bis 1978 an der Universität Tübingen. In seinen Büchern, etwa »Philosophie in der veränderten Welt« (1972) oder »Metaphysik des Schwebens« (1985), blieb er dem deutschen Idealismus verbunden. Dessen Kernbegriff, die »Subjektivität«, wurde von ihm weiterentwickelt.