Kino in Kürze »Weil ich ein Mädchen bin«.
Die amerikanische Nachwuchsregisseurin Jamie Babbit nimmt mit ihrer Anti-Diskriminierungs-Farce »But I'm a Cheerleader« (Originaltitel) die so genannte Ex-Gay-Bewegung zur Bekehrung von Homosexuellen auf die Schippe, in Farben und Dialogen, die auf akute Teletubbies-Abhängigkeit schließen lassen. Eine kulleräugige Streberin (Natasha Lyonne) wird von verklemmten Eltern für unzureichend heterophil erklärt und in ein Umerziehungslager gesteckt; doch statt die Freuden des Putzens, Wickelns und Flirtens zu erlernen, verknallt sie sich in eine grimmige Mitgefangene. Die Fronten sind klar, alles kommt, wie es kommen muss - für eine Satire der Super-GAU. Statt ein gesellschaftliches Kampfthema so auf die parodistische Spitze zu treiben, dass der Zuschauer abwechselnd denken und lachen muss, versackt Babbits Film in der Klamotte.