»Weimatar«-KI: »Hallo, hier ist Staatsminister Wolfram Weimer. Zumindest die Version, die 100 Sprachen spricht und sich nicht räuspert. Ich bin kein Deepfake, sondern ein politisches Experiment.«
»Weimatar« nennt sich diese mit künstlicher Intelligenz geschaffene Doppelgänger-Version von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer. Am Mittwoch hat das Ministerium ein Video mit Weimers KI-Version veröffentlicht. Besonderes Feature: sein Fremdensprachen-Portfolio. Nachdem die Maschine auf die Gefahren der chinesischen Social Media-Plattform TikTok hinweist, klingt sie plötzlich so:
»Weimatar«-KI: »Deshalb sage ich: Wer in Europa aktiv sein möchte, muss unsere europäischen Regeln akzeptieren. Das bedeutet: Transparenz, Rechenschaft, wirksamer Jugendschutz, Fairness und echte Beiträge zu Meinungsfreiheit und Meinungsvielfalt.«
Der Avatar zeigt Haltung gegen mutmaßlichen Antisemitismus und wendet sich an ein belgisches Festival-Komitee, selbstredend auf flämisch:
»Weimatar«-KI: »Ein deutsches Spitzenorchester, ein jüdischer Dirigent und ein abgesagtes Konzert in Genf. Was wie eine Grausamkeit aus der Vergangenheit klingt, ist letzte Woche in Europa passiert.«
Polen und Frankreich dankt die KI-Version Weimers für ihre Freundschaft zu Deutschland. Laut dem echten Staatsminister soll seine Fake-Version im Kampf gegen Desinformation helfen, für mehr Transparenz, Glaubwürdigkeit und Vertrauen in die Politik sorgen. Ob das wohl auf diese Weise gelingen kann?
»Weimatar«-KI: »Und falls Sie sich jetzt noch fragen, wo ist eigentlich der echte Staatsminister gerade? Dann kann ich Ihnen verraten: der denkt gerade darüber nach, wie man fortan zu zweit regiert. Da ist er gedanklich kreativer als ich. Noch.«