Berufsstart: Aufwärtstrend bei den Chemikern - DER SPIEGEL
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Berufsstart Aufwärtstrend bei den Chemikern

Ein Chemiestudium wird wieder beliebter. Zwar steigen die Anfängerzahlen an den Hochschulen, doch die Branche klagt derzeit über einen Mangel an Absolventen. Für die meist promovierten Chemiker ist das gut: Sie können sich über angenehme Berufsaussichten freuen.
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Knapp 5000 Anfänger nahmen im Jahr 2001 ihr Chemiestudium auf. Davon entschieden sich rund acht Prozent für einen Bachelor-Studiengang. Damit nahm die Zahl der Chemiestudenten um 20 Prozent zu. Zu diesem Ergebnis kam die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) in ihrer jährlichen Erhebung.

Fast die Hälfte der Studienanfänger sind Frauen. Bei ihnen sind bestimmte Bereiche der Chemie besonders beliebt, vor allem Lebensmittelchemie mit einem Studentinnen-Anteil von 71 Prozent und Biochemie mit 51 Prozent.

Bis zum Diplom brauchen Chemiestudenten durchschnittlich sechs Jahre, bis zur Promotion fast 10 Jahre. Der Trend zum Doktortitel ist ungebrochen: Über 90 Prozent der Studenten promovieren nach dem Diplom und versprechen sich davon bessere Berufsaussichten. Allerdings ist die Zahl der Promotionen in den letzten Jahren weiter gesunken, im vergangenen Jahr erstmals unter 2000. Der Grund: Mitte der neunziger Jahre studierten deutlich weniger junge Leute Chemie als heute.

Für die nächsten Jahre rechnet die GDCh mit einem steigenden Anteil von Absolventen, die auf eine Promotion verzichten. Das würde den Doktorandenmangel an den Unis weiter verschärfen und einen erheblichen Mangel an qualifizierten Absolventen für die Forschungsabteilungen verursachen, heißt es in der Studie. Wer das Chemiestudium in den nächsten Jahren beendet, trifft voraussichtlich auf eine günstige Arbeitsmarktsituation. Im Jahr 2001 fanden 40 Prozent der promovierten Absolventen eine Stelle in der chemischen Industrie. Allerdings ging der Anteil gegenüber dem Vorjahr leicht zurück, offenbar wegen des Endes der Biotech-Euphorie. 16 Prozent der Absolventen entschieden sich für die freie Wirtschaft. Weitere 14 Prozent gingen nach der Promotion zunächst ins Ausland, meist für einen Postdoc-Aufenthalt.

Zwölf Prozent der promovierten Chemiker nahmen zunächst eine befristete Stelle an, nur sechs Prozent blieben an der Uni oder in einem Forschungsinstitut. Und sieben Prozent der promovierten Absolventen hatten keinen Arbeitsplatz. Nur sechs Prozent verließen die Hochschule mit Diplom und nahmen eine berufliche Tätigkeit auf.

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