Jobs: "Gut schreiben" - DER SPIEGEL
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Jobs "Gut schreiben"

Die Biologin Beate Wieseler, 41, über den aufstrebenden Beruf des "Medical Writer"
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

UniSPIEGEL:

Frau Wieseler, wozu braucht die Welt "Medical Writer"?

Wieseler: Damit wir gesund bleiben - das sind nämlich meistens Leute, die Dokumente schreiben, die für die Zulassung neuer Medikamente nötig sind.

UniSPIEGEL: Sie übersetzen also Fachchinesisch ins Hochdeutsche?

Wieseler: Ganz ohne Fachchinesisch kommen wir nicht aus. Die "Medical Writer" teilen sich in zwei Richtungen: Die einen arbeiten im Bereich Arzneimittelzulassung und wandeln Forschungsergebnisse - häufig nur Rohdaten, Statistiken und Grafiken - für die Zulassung von Präparaten in einen verständlichen Text um. Die zweite Gruppe ist in der Kommunikation tätig und schreibt dann für die Fach- und Laienpresse.

UniSPIEGEL: Welche Vorbildung muss ein "Fachautor Medizin" mitbringen?

Wieseler: Das kommt auf das Ressort an: Für den Arzneimittel-Entwicklungsbereich sind alle naturwissenschaftlichen Studiengänge sinnvoll, zuerst natürlich Biologie und Biochemie. In jedem Fall sollte man gern und gut schreiben können. Die größte Hürde ist deshalb, die erste Stelle zu finden.

UniSPIEGEL: Wie nimmt man diese Hürde?

Wieseler: Ein Pluspunkt bei der Bewerbung ist, wenn man sein Interesse am Schreiben zum Beispiel durch Beiträge in Zeitungen und Zeitschriften nachweisen kann. Auch die Trainingskurse der European Medical Writers Association stehen allen offen. Die nächste Herbsttagung mit Workshops findet am 19./20. November in München statt.

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