Justiz Totale Kompetenz
Das soll auch für solche Referendare gelten, die später in den Staatsdienst oder ein Wirtschaftsunternehmen gehen wollen. Bisher sei die Ausbildung "zu sehr auf eine künftige Verwendung in der Justiz ausgerichtet", heißt es in einem Eckpunktepapier des Ministeriums. Zudem wünscht sich die Ministerin von Richtern in Zukunft mehr "soziale Kompetenz": Neue Richter sollen möglichst nicht mehr gleich nach dem Examen eingestellt werden, sondern erst, wenn sie mehrere Jahre "in anderen juristischen Berufsfeldern" verbracht und dort mehr Lebens- und Berufserfahrung erworben haben.
Däubler-Gmelin geht mit ihren Plänen über die Reformpläne der Justizminister der Länder hinaus, die eine längere Referendar-Ausbildung in Kanzleien nur für angehende Anwälte vorsehen wollen.