Vor der Bewerbung Das Aufwärmtraining
"Sehr geehrte Damen und Herren, hiermit bewerbe ich mich um..." Wer das an zwanzig Firmen verschickt, bekommt mit großer Wahrscheinlichkeit keinen Job. Einfach mal drauflos bewerben bringt wenig. Es lohnt sich, mit der Arbeit anzufangen, bevor man die ersten Zeilen des Anschreibens tippt. Schließlich will man auch nicht irgendeinen Job.
Zur Orientierung, wo es hingehen soll, hilft eine Berufsfeldrecherche. Bewerbungstrainer Christian Püttjer rät, so viele Informationen wie möglich zu sammeln: im Internet, bei ehemaligen Praktikanten oder den Firmen selbst.
Eine wichtige Informationsquelle sind auch Stellenanzeigen: Zum einen können sich Bewerber so ein Bild davon machen, was in welchem Beruf überhaupt erwartet wird. Zum anderen schnappt ein aufmerksamer Leser von Stellenanzeigen die Schlagworte auf, auf die es in einer Bewerbung ankommt. Püttjer betont: "Dazu muss man allerdings lernen, zwischen dem Hochglanz-Deutsch der Stellenanzeigen und der Realität zu unterscheiden" - und das oft sonderbare Kauderwelsch der Offerten mit dem Hang der Unternehmen zum Denglisch überhaupt zu entschlüsseln.
Wenn sich zwei oder drei Schlagwort-Qualifikationen aus der Anzeige mit dem eigenen Lebenslauf decken, lohnt es sich, tatsächlich den Rechner hochzufahren und los zu schreiben. "Es wird erwartet, dass der Bewerber weiß, was er bei einem Unternehmen machen soll", sagt der Bewerbungstrainer. "Realistische Tätigkeitsvorausschau" nennen das Personaler. Auch dazu hilft die Stellenanzeige.
Noch besser ist es, sich in einem Telefongespräch genauer zu informieren - schon allein um die "Sehr geehrten Damen und Herren" durch den richtigen Ansprechpartner zu ersetzen.