Abiturienten: 2015 Anstieg um 2 Prozent - DER SPIEGEL
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Abschlussjahrgang 2015 Zahl der Abiturienten steigt um knapp zwei Prozent

Soll ich lieber etwas Handfestes lernen oder mich aufs Studium vorbereiten? Immer mehr Schüler entscheiden sich fürs Abitur. Nur in zwei Bundesländern ging die Zahl der Abiturienten zurück.
Abiprüfung in Straubing: Rückgang in den Vorjahren nur durch Systemumstellungen
Abiprüfung in Straubing: Rückgang in den Vorjahren nur durch Systemumstellungen

Abiprüfung in Straubing: Rückgang in den Vorjahren nur durch Systemumstellungen

Foto: Armin Weigel/ dpa
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Nach drei Jahren des Rückgangs dürfen nun wieder mehr junge Menschen studieren. 2015 erwarben laut Statistischem Bundesamt rund 443.000 Schüler in Deutschland die Hochschul- oder Fachhochschulreife. Das waren 1,9 Prozent mehr als im Vorjahr, wie die Statistiker am Montag in Wiesbaden berichteten.

Seit 2012 war die Zahl der Studienberechtigten im Bundesdurchschnitt gesunken. Doch der Effekt sagte nichts über das Interesse deutscher Schüler am Abitur aus: Die doppelten Abiturjahrgänge durch die Verkürzung der Gymnasialzeit hatten die Absolventenzahlen verschoben. Als in vielen Bundesländern die Gymnasialschulzeit von neun auf acht Jahre verkürzt wurde, machten dort zwei Jahrgänge gleichzeitig Abitur, die Abgängerzahl stieg; bei der Rückkehr zu neun Jahren fiel sie entsprechend stark.

2015 war die Situation in den Bundesländern unterschiedlich. In den neuen Ländern und Berlin stieg die Zahl der Studienberechtigten im vergangenen Jahr stark, um 8,3 Prozent. Im alten Bundesgebiet war der Anstieg mit 1 Prozent weniger stark. Das entspreche der allgemeinen Bevölkerungsentwicklung, hieß es beim Bundesamt.

In Hessen wirkt noch ein Doppeljahrgang nach

Zurückgegangen ist die Zahl der Studienberechtigten in Schleswig-Holstein (minus 2,9 Prozent) und Hessen (minus 9,5 Prozent). In Hessen erreichte 2014 der letzte Doppeljahrgang das Abitur.

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Schülerantworten: Peinliche Patzer aus dem Abitur

Gut drei Viertel der Studienberechtigten erwarben die allgemeine oder die fachgebundene Hochschulreife. Knapp ein Viertel schloss die Schulzeit mit der Fachhochschulreife ab. 52,7 Prozent der Studienberechtigten des Jahres 2015 waren Frauen.

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mamk/dpa