Mathe-Adventskalender Algebra hinter den Türchen
Da viele tausend Schüler nur darauf warten, sich die dunklen Winterabende mit mathematischen Problemen zu vertreiben, hat das Mathe-Forschungscenter "Matheon" der drei Berliner Universitäten auch in diesem Jahr einen digitalen Adventskalender entwickelt. Hinter den Türchen verbergen sich schwierige Aufgaben. Der Denksport-Spaß startet heute am ersten Dezember.
Und das funktioniert so: An jedem Dezembertag bis Weihnachten lässt sich um 18 Uhr ein neues Türchen unter mathekalender.de öffnen. Dort sind die Aufgaben hinterlegt, die etwa das Volumen von Schneebällen bei Tauwetter erfragen oder die verschiedenen Kombinationsmöglichkeiten, neun störrische Rentiere vor einen Schlitten zu spannen. Vom Moment des Öffnens an hat jeder Mathe-Fan sechs Stunden Zeit, das Problem zu lösen und einzuschicken. Die schnellsten Rechenkünstler der Klassen 10 bis 13 gewinnen einen Laptop, Handys oder Zeitschriftenabos.
Was für viele Mathehasser wie Folter klingt, hat im vergangenen Jahr tausende Schüler angezogen: 6000 Teilnehmer verbrachten Abend für Abend freiwillig mit Algebra, Stochastik und Differentialgleichungen auf Oberstufenniveau. Einzelne Forschergruppen des Matheon haben spezielle Aufgaben entwickelt, die im Zusammenhang mit dem eigenen Fachgebiet stehen.
Der Wettbewerb soll zeigen, welche Rolle Mathematik in der heutigen Zeit spielt und wo sie einem im Alltag begegnet. "Die wenigsten wissen, in wie vielen alltäglichen Dingen Mathematik angewendet wird", erklärt Katja Biermann, Mitarbeiterin des Matheon Forschungszentrums an der TU Berlin. Das Leben sei heute ohne Mathematik nicht möglich. "Dieses Bewusstsein wollen wir schärfen".