Schüleraustausch: USA sind out - DER SPIEGEL
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Schüleraustausch USA sind out

Deutsche Schüler machen derzeit einen großen Bogen um die Vereinigten Staaten. Bei Austauschprogrammen sind US-Schulen viel weniger gefragt als noch vor zwei Jahren, Kanada und Neuseeland dafür umso mehr.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die Vereinigten Staaten haben an Anziehungskraft auf deutsche Schüler eingebüßt. Rückgänge von bis zu 50 Prozent bei Jugendtouren verzeichnen laut einer Befragung 42 Organisationen, die langfristige Programme für Auslandsreisen anbieten. Im kommenden Schuljahr werden rund 7750 Schüler zwischen sechs und zwölf Monaten in den Vereinigten Staaten verbringen. Vor zwei Jahren war es noch rund ein Drittel mehr.

Dagegen wächst die Bereitschaft der deutschen Schüler, ein Austauschjahr in einem anderen englischsprachigen Land zu verbringen. Nach Angaben des Berliner Recherchen-Verlages, der regelmäßig Untersuchungen über die Anbieter durchführt, ist hier die Nachfrage um rund 30 Prozent gestiegen. Besonders beliebt sind Kanada (770) und Neuseeland (650). Aber auch Länder, die in den vergangenen Jahren kaum nachgefragt wurden, steigen jetzt im Kurs. So werden im kommenden Schuljahr 173 Schüler mehrere Monate in Südafrika verbringen, 84 Jugendliche zieht es nach Japan.