Schülerworkshops: Dem Täter auf der Spur - DER SPIEGEL
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Schülerworkshops Dem Täter auf der Spur

Seine eigenen Erfahrungen im Studium fand Jürgen Kreuz ernüchternd. Jetzt vermittelt der Bonner Biologiestudent Schülern das Thema Gentechnik und gründete einen Experimente-Service - mit großem Erfolg. Bei einem Workshop lösen die Schüler einen fiktiven Kriminalfall.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Ein Pilotprojekt der besonderen Art hat Jürgen Kreuz auf die Beine gestellt. "Bei den Fachpraktika an der Uni, die ich als wissenschaftlicher Mitarbeiter mit betreut habe, habe ich gemerkt, dass eine riesige Lücke klafft zwischen dem, was dort passiert und dem, was an der Schule jemals gemacht werden kann", sagt der Noch-Student.

An der Uni hatte er Experimente zum Thema Gentechnik mitverfolgt. Eigentlich viel zu kompliziert für die Schüler, aber das Projekt Gentechnik taucht immer wieder in den Nachrichten und beschäftigt die Politik. Und so kam Kreuz auf die Idee, einen Experimente-Service zu gründen.

Seitdem zieht Jürgen Kreuz mit diversen Experimenten in der Tasche übers Land. Der Verband deutscher Biologen hat das Projekt von Anfang an unterstützt, die Kreissparkasse Köln fördert es ebenfalls. Denn der Experimente-Service passt gut in das Konzept, Biologie praxisnah zu vermitteln.

Bei den Schülern kommen die Experimente bestens an. Beim Workshop ''Genetischer Fingerabdruck - Dem Täter auf der Spur'' lösen sie einen fiktiven Kriminalfall: Der Mörder wird durch die Analyse seines Erbguts überführt. Zum ersten Mal bietet sich hier die Chance, selbst Gentechnik-Ausrüstung in der Hand zu halten.

Mit Pipetten umzugehen oder auf die Sterilität des Arbeitsplatzes zu achten - das ist für die meisten schon deshalb so neu, weil es im Unterricht kaum vorkommt.

Aber nicht nur die Schüler, auch die Lehrer sind begeistert. Und so veranstaltet Jürgen Kreuz inzwischen auch Fortbildungen für Lehrer nach dem Motto "Experimentieren leicht gemacht".

"Campus & Karriere" / Deutschlandfunk