Senatsplan Bald Hilfslehrer an Berliner Schulen
Berlin - Für eine Einstellung kämen insbesondere Bewerber in Betracht, "die einen einschlägigen Diplom-, Magister- oder Masterabschluss mitbringen", zitiert die "Berliner Morgenpost" aus einer Stellenausschreibung, die dem Gesamtpersonalrat der Lehrer vor wenigen Tagen zur Stellungnahme zugegangen sei. Auch Hochschulabsolventen, die erst die erste Staatsprüfung, aber noch kein Referendariat in der Schule absolviert hätten, würden aufgefordert, sich zu bewerben.
"Das ist die nackte Verzweiflung", sagte dazu der Sprecher der Lehrergewerkschaft GEW, Peter Sinram. GEW-Chefin Rose-Marie Seggelke betonte, es sei "absurd", dass Berlin zusehe, wie ausgebildete Nachwuchslehrer in andere Bundesländer abwandern, und jetzt versuche, die Lücken mit pädagogischen Laien zu stopfen. Das Ganze sei "eine reine Vorsorgemaßnahme, falls nicht genügend ausgebildete Lehrer zur Verfügung stehen", sagte der Sprecher der Senatsbildungsverwaltung, Jens Stiller. Die Seiteneinsteiger würden pädagogisch fortgebildet.
bri/ddp