Tipps der Jury: Layout - DER SPIEGEL
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Tipps der Jury Layout

Am Anfang der Gestaltung steht die Frage: Welchem Typ entspricht die Schülerzeitschrift? Liegt der Schwerpunkt in Berichten über Schulisches? Ist sie in erster Linie ein Forum für journalistische und literarische Arbeiten von Mitschülern? Gibt es Beiträge von begabten Zeichnern und Fotografen der Schule? Gibt es so etwas wie ein Feuilleton mit Konzert- und Filmkritiken und Rätseln?
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die Grundgestaltung sollte diesen Schwerpunkten entsprechen: klar gegliederte Typografie, wo es um komplexe Texte geht; großzügiges Format, wenn der Schwerpunkt auf Bildern liegt, mehr oder weniger aufwendige grafische Umsetzung der Heftstruktur, zum Beispiel mit illustrativen Rubrik-Dachzeilen.

Bei aller Lust am Gestalten sollte sich der Layouter immer bewusst sein, dass der schönste Text nichts wert ist, wenn er etwa wegen chaotischer Hintergründe unlesbar ist; oder dass das Layout nicht zum Selbstzweck werden darf, wenn es um die Präsentation von Bildern geht. Auf der anderen Seite: Komplexe Texte werden durch gutes Layout übersichtlich strukturiert, durch zusätzliche Grafiken verständlicher gemacht.

Das Besondere an Schülerzeitungsredaktionen ist der ständige Mitgliederwechsel. Umso wichtiger ist es, den Erfahrungsaustausch zu intensivieren. Damit lassen sich viele Enttäuschungen über schlechte Druckergebnisse vermeiden sowie die redaktionellen Abläufe und Arbeitstechniken verbessern.


Rainer Sennewald