Wasser für alle Editorial
Das Wasser
des blauen Planeten Erde scheint unerschöpflich zu sein. Eine unvorstellbare Wassermenge zirkuliert ständig: Niederschläge bilden Bäche, Flüsse und Ströme, Seen und Binnenmeere entstehen. Schließlich fassen Meere und Ozeane das überschüssige Wasser, das auch dort verdunstet. Wolken tragen ungeheuerliche Wassermassen rund um den Erdball, ehe sie als Niederschlag den Kreislauf von neuem beginnen lassen.Doch das Süßwasser wird knapp.
Dieses Unterrichtsmagazin möchte im ersten Teil die Ursachen dafür erläutern, die im Wesentlichen in der rasanten Zunahme der Erdbevölkerung, der fortschreitenden Industrialisierung, zunehmender künstlicher Bewässerung und dem Klimawandel zu suchen sind. Heikel ist die Situation bislang nur in den Bewässerungsgebieten trockener und halbtrockener Landstriche der Erde. Hier kämpft man schon heute ... bis zum letzten Tropfen.
Im zweiten Kapitel werden internationale Wasserkrisen im Zusammenhang mit grenzüberschreitenden Gewässern dargestellt. Hier wird beschrieben, dass das viel zitierte Schreckgespenst der Kriege ums Wasser durchaus Realität werden kann, zum Teil sogar schon wurde.
Neue Wasserwege werden in allen Krisengebieten gesucht. Erste Lösungsansätze gibt es bereits: Großstaudämme und die Umleitung ganzer Flüsse zur Versorgung von Millionen Menschen.
Schließlich wird der Blick in die Zukunft gelenkt. Hierbei gilt: Wasser sparen, bevor es den Bach runtergeht. Wir benötigen Visionen, um neue Wasserreservoire zu erschließen, die Privatisierung des Wasserhandels in geeigneten Bahnen zu halten und insbesondere bei grenzüberschreitenden Flüssen diplomatische Lösungen mit gerechter Wasseraufteilung zu verfolgen.
Aus methodischen Gründen arbeitet das Unterrichtsmagazin mit Texten aus den unterschiedlichsten Medien: Zeitungen, Zeitschriften, Büchern und Internet. Um die Medienkompentenz der Schülerinnen und Schüler zu stärken, wird neben den Texten auf weiterführende Seiten im Internet verwiesen. Unter www.schule.spiegel.de findet sich außerdem ein Dossier zum Thema, in dem sich weitere Informationen recherchieren lassen.