Uni-Karriere Kinderlose Wissenschaft
Damit unterschreitet das wissenschaftliche Personal noch einmal die ohnehin schon niedrige Geburtenrate bei den Akademikern insgesamt. Rund 30 Prozent aller deutschen Hochschulabsolventinnen bleiben ohne Nachwuchs. Der Deutsche Hochschulverband fordert deshalb, familiengerechte Arbeitsbedingungen zu schaffen. Die Berufsvertreter von Professoren und Dozenten schlagen unter anderem vor, Teilzeitprofessuren einzurichten, spezielle Förderprogramme für Wissenschaftler mit Kindern aufzulegen und die Kindergärten und Horte an den Hochschulen auszubauen. Davon könnten auch Studenten mit Kindern profitieren, die nach der derzeitigen Straffung der Studienpläne künftig mehr Zeit an der Uni verbringen müssen. "Studierende, die gleichzeitig kleine Kinder zu versorgen haben, werden vor großen Herausforderungen stehen und benötigen gute und ausgebaute Betreuungsmöglichkeiten", sagt Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des Studentenwerks. Nach einer Erhebung des Studentenwerks sind nur sechs Prozent der rund zwei Millionen Studierenden in Deutschland Eltern.