Angola: Nur ganz normale Malaria - DER SPIEGEL
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Angola Nur ganz normale Malaria

Sebastian Woitsch muss seinen fiebernden Begleiter ins Krankenhaus bringen. Das ist gar nicht so einfach - den Frauen und Geld sind den Leuten wichtiger als ein kranker Japaner.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Eines Morgens finde ich Mitch, meinen japanischen Begleiter, in seltsamer Verfassung in seinem Zelt. Er murmelt einen wilden Mix aus Japanisch und Englisch vor sich hin. Das Urteil das Fieberthermometers ist eindeutig, und Mitch scheint zufrieden zu sein, als er fiebrig lächelnd feststellt: "My first Malaria".

In mehreren Etappen schaffe ich Mitch zurück nach Luanda. Im ersten Krankenhaus feilscht der diensthabende Arzt erst einmal 15 Minuten ums Geld – während Mitch beinahe vom Stuhl fällt. Schließlich verliere ich die Fassung, zische dem Mann wutschnaubend ein "asshole" zu und stürme nach draußen.

Nach weiteren zwei Stunden Stau in der Verkehrskatastrophe Luanda findet unser Fahrer schließlich noch die Zeit, mit einer Frau über den Preis für die Nacht zu verhandeln und auch mir dieses Vergnügen nahezulegen. Es gibt Dinge, die kann man nur mit Humor bewältigen – und dieses Erlebnis zählt dazu.

Schließlich erreichen wir das Diplomatenkrankenhaus. Die erlösende Diagnose: keine Malaria tropica, nur eine "normale" Malaria.

Letzte Etappe: Namibia und Südafrika - "wende dein Gesicht der Sonne zu"

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