Aufschieberitis und Prokrastination: So klappt es mit dem Studium - DER SPIEGEL
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Aufschieberitis So klappt es trotzdem mit dem Studium

Facebook, Kühlschrank, Bett: In der Prüfungsphase ist fast alles attraktiver als der Lernstoff. Ein Psychologe erklärt, wie Studenten ihre Prokrastination überwinden können - in fünf Schritten.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?
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Der Psychologe Matthias Nückles erforscht an der Universität Freiburg, warum Studenten so gern aufschieben - und gibt Tipps, wie man das ändern kann.

1. Prüfungsstoff in Häppchen zerlegen

Wichtig ist, sich Ziele zu setzen, so klein und konkret wie möglich.

  • Schritt 1: Genau überlegen, was man zur Prüfung wissen muss.
  • Schritt 2: Den Stoff in Häppchen zerlegen, etwa "Kapitel 5 im Lehrbuch" oder "Mitschriften der letzten vier Vorlesungen". Denn bei kleinen Aufgaben fällt das Anfangen leichter.
  • Dabei, Schritt 3, unbedingt priorisieren: Was ist wirklich dringend? Wofür bleibt mehr Zeit?
Studenten in der Bibliothek der Uni Köln

Studenten in der Bibliothek der Uni Köln

Foto: Oliver Berg/ dpa

2. Lernplan machen

Sinnvoll ist, an jedem Wochenende zu überlegen, wann welche Klausur, welches Referat ansteht - und das schriftlich festzuhalten. Dann die Lernhäppchen möglichst gleichmäßig auf die Tage davor verteilen. Wer sehr viel Prüfungsstoff zu bewältigen hat und daran zweifelt, alles zu schaffen, muss längerfristig planen.

Studentinnen der Johann-Wolfgang-Goethe Universität in Frankfurt

Studentinnen der Johann-Wolfgang-Goethe Universität in Frankfurt

Foto: Daniel Roland/ AP

3. Lerntagebuch schreiben

Erfolg motiviert. Deshalb lohnt sich ab und zu ein Blick zurück: darauf, wie weit man es geschafft hat, welche Prüfungen schon gemeistert sind. Wer mag, kann in einem Lerntagebuch festhalten, was er gelernt hat und wie er dabei vorgegangen ist. Auch die kleinen Meilensteine geben Auftrieb.

Studentin mit Smartphone

Studentin mit Smartphone

Foto: Lena Klimkeit/ picture alliance / dpa

4. Reize fernhalten

Auf dem Schreibtisch liegen noch Rechnungen, das Smartphone vibriert im Minutentakt? Schluss damit. Eine ruhige, reizarme Atmosphäre ist zum Lernen unerlässlich. Also: aufräumen (einmal gründlich!), Handy ausschalten - und loslegen. Wichtig ist, dass man sich wohlfühlt. Dabei helfen Rituale: Stets den gleichen Tee bereitstellen oder den Lieblingspullover anziehen. Wer sich dann immer noch ablenkt, sollte den Lernort wechseln und etwa in die Bibliothek umziehen.

Student in der Bibliothek der Gerd Bucerius Law School in Hamburg

Student in der Bibliothek der Gerd Bucerius Law School in Hamburg

Foto: A3576 Maurizio Gambarini/ dpa

5. Professionelle Unterstützung suchen

Wer immer wieder aufschiebt, verliert irgendwann tatsächlich die Zuversicht. Wenn Prüfungs- und Versagensangst hinzukommen, lähmt das zusätzlich. In diesem Fall sollte man sich professionelle Hilfe suchen und sich zum Beispiel an die psychotherapeutische Beratungsstelle der Hochschule wenden. Es gibt ganz einfache Trainings und therapeutische Ansätze, die in diesen Situationen helfen. Unterstützung anzunehmen hat mit Versagen nichts zu tun.

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Foto: DER SPIEGEL

Ausgabe 3/2016

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Diesmal mit Geschichten über Bundesrichter Thomas Fischer, Jugendliche in Grönland und Sam Dhillon, Manager, Spitzensportler und Student.
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