Auslandsstipendien: Studieren jenseits der Uni - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Auslandsstipendien Studieren jenseits der Uni

Biolandbau in Usbekistan, Frauenrechte in Marokko, Kleinbetriebe in Ecuador: Das ASA-Programm finanziert im kommenden Jahr 180 Arbeits- und Studienaufenthalte in Entwicklungsländern in der ganzen Welt.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Anja Deu tourte drei Monate durch Namibia, probte dort mit Laien-Theatergruppen: "Gemeinsam entwarfen wir Stücke über die Auswirkungen des Alkohols und über das Zusammenleben von Schwarzen und Weißen". Die Theater-Truppe führte die sozialkritischen Stücke in mehreren Dörfern auf. Die Studien der Sozialpädagogin aus Berlin flossen in ihre Diplomarbeit über Community Theatre ein. Ihren Aufenthalt im südlichen Afrika finanzierte die 25-Jährige mit einem ASA-Stipendium.

ASA ist ein entwicklungspolitisches Netzwerk und unterstützt Arbeits- und Studienaufenthalte in Afrika, Lateinamerika, Asien und Südosteuropa. Getragen wird ASA von der Organisation InWEnt, die wiederum aus der Carl Duisberg-Gesellschaft und der Deutschen Stiftung für Entwicklung hervorging. Zu den wichtigsten Geldgebern zählen Unternehmen, einige Bundesländer und das Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit.

Für 2003 bietet ASA zahlreiche Projekte an, für die sich Studierende und junge Berufstätige noch bis zum 20. November bewerben können. In der Regel dauert der Aufenthalt im Gastland drei Monate. In Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen vor Ort und je nach Studienrichtung erstellen die Stipendiaten zum Beispiel Feldstudien, installieren Solaranlagen oder sammeln Material für Fotoausstellungen.

Das ASA-Programm trägt die Vorbereitungskosten, den Flug und zahlt je nach Land einen Zuschuss von bis zu 350 Euro im Monat. Neben den fachlichen Kenntnissen erwartet ASA von den Bewerbern, dass sie die Sprache des Gastlandes sprechen und politisch oder sozial engagiert sind.