Britische Studenten Bier statt Bücher
Was jeder, der schon einmal ein Auslandssemester in Großbritannien verbrachte, schon immer geahnt hat, ist jetzt statistisch belegt: Die Nachwuchsakademiker auf der Insel verballern einen Gutteil ihres monatlichen Budgets im Pub, genauer gesagt insgesamt 950 Millionen Pfund (1,4 Milliarden Euro) pro Jahr. Zum Vergleich: In Bücher investieren die Studenten nur 330 Millionen Pfund (490 Millionen Euro), in Essen 670 Millionen Pfund (994 Millionen Euro).
Die nun handfest belegte Selbsterkenntnis, dass ihnen Bier so viel wert ist wie Bücher und feste Nahrung zusammen, verdanken die britischen Studenten der "Royal Bank of Scotland". Die Großbank trug die Zahlen zusammen, um in ihrem "Student Living Index" einen Überblick darüber zu geben, aus welchen Posten sich die Lebenshaltungskosten zusammensetzen.
Für die Erhebung wurden 2163 Studenten im Grundstudium in 21 Universitätsstädten befragt. Die Bank schlägt vor, die Lebenshaltungskosten durch Wahl einer einigermaßen günstigen Studienstadt zu senken und das Konto durch Nebenjobs aufzubessern. Der günstigste Standort hierfür sei die schottische Metropole Glasgow, der ungünstigste die Stadt Durham in Nordengland.
Immerhin sind die Mietausgaben noch zweieinhalb mal so hoch wie die gesammelte Zeche, so das beruhigende Ergebnis der Studien.