Campus-Bier: Trink die Uni reich - DER SPIEGEL
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Campus-Bier Trink die Uni reich

Drei Bayreuther Studenten geben ihren Kommilitonen die Chance, der eigenen Hochschule Gutes zu tun und gleichzeitig Spaß zu haben. Von jeder verkauften Flasche eines speziellen Campus-Bieres gehen zehn Cent an die Uni.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

An der Universität Bayreuth soll das Geld in soziale Projekte fließen. Die Idee dazu entwickelten Tobias Zuber, Student der Wirtschaftsgeografie, die angehende Geoökologin Irena Bock und der BWLer Christian Hofmeister im Rahmen des Fünf-Euro-Business-Wettbewerbs. Bei dem vom Bildungswerk der bayerischen Wirtschaft ausgerichteten Wettbewerb für Existenzgründer  geht es darum, in kurzer Zeit mit einem auf fünf Euro begrenzten Startkapital tragfähige Geschäftsideen zu entwickeln.

Die Zutaten für das Geschäftsmodell der drei Bayreuther sind denkbar einfach: Hopfen und Malz, Gerste und Wasser. Zusammen ergeben sie ein süffiges Starkbier mit einem Alkoholgehalt von 5,5 Prozent. Da die Gründer mit ihrem schmalen Budget nicht selbst ins Braugeschäft einsteigen können, half ihnen die Bayreuther Bierbrauerei mit einem Hellen aus. Das Etikett ging aus einem Aufruf an Kommilitonen hervor, Gestaltungsideen für das Uni-Bier einzureichen.

Eine Flasche Campus-Bier kostet in der Bayreuther Mensa einen Euro, der Kasten 11,90 Euro plus Pfand. Vom Verkaufserlös pro Flasche zweigt die eigens gegründete Firma zehn Cent in einen Fördertopf ab, von jedem Kasten zwei Euro. Mit dem Geld sollen später Projekte von Studenten und der Uni gefördert werden. Die Initiatoren haben zunächst 250 Kästen des studentenfreundlichen Gebräus bestellt, bei großer Nachfrage wollen sie nachbrauen lassen.

"Unglaubliches Geschmackserlebnis"

Das Getränk biete "neben einem unglaublichen Geschmackserlebnis auch die Möglichkeit, die Uni Bayreuth auf eine etwas unkonventionelle Art und Weise zu unterstützen", werben die drei Studenten für ihr Produkt. Das Geld werde "garantiert nicht im Verwaltungssumpf" hängen bleiben.

Ob sich die Uni allerdings mit der Aktion reich trinken lassen will, darf als fraglich gelten. In Bamberg hatte die Hochschulleitung den Verkaufserlös aus einer ungewöhnlichen Spendenaktion abgewiesen: Eine studentische Initiative erfreute dort die Kommilitonen mit einem selbst gestalteten Aktkalender - er wurde ein Verkaufsrenner.

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