Datenlese: Was Deutschlands Studenten verdienen - DER SPIEGEL
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Datenlese Was Deutschlands Studenten verdienen

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Alle drei Jahre passiert etwas Schönes. Dann erscheint die Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks, erstellt von den Hochschulforschern des HIS und vorgestellt und bezahlt vom Bundesbildungsministerium. Für Bildungsjournalisten ist der Datenberg ein Leckerbissen.

Mehr als 600 Seiten voller Zahlen und Charts umfasste die 20. Sozialerhebung.  Sie bilden ab, wie es Deutschlands Studenten im Studium geht, womit und wie viel Geld sie verdienen, welche Gruppen wie viel von ihren Eltern kriegen und wie sie ihr Geld wieder ausgeben. Die Sozialerhebung ist ein Standardwerk zum Studentenleben, liefert sie doch zu fast jeder Lebenslage der Studenten in Deutschland verlässliches Zahlenmaterial.

24,4 Jahre ist der Durchschnittsstudent alt und männlich. Jeder zweite Mann an einer Hochschule ist Single, bei den Studentinnen sind es deutlich weniger. Jeder zweite Student hat Eltern, die auch schon an einer Uni waren. Die andere Hälfte, Studenten aus nicht-akademisch gebildetem Elternhaus, haben es in die Hallen der Hochschulbildung geschafft, obwohl ihre Chance nur bei gut 30 Prozent lag (die Chance der Kinder aus gutgebildetem Hause lag bei mehr als 70 Prozent). Da zeigt sich in kühlen Zahlen, wie ungerecht es in Deutschland bei den Bildungschancen nach wie vor zugeht.

Millionen verglichen sich mit Kommilitonen

Im Sommersemester 2012 wurde die Datenerhebung durchgeführt, 15.128 Studenten wurden zu ihrer sozialen und wirtschaftlichen Lage befragt. Daraus destillierte SPIEGEL ONLINE sechs Zahlen und ein Chart über die Verteilung der studentischen Einkünfte und baute daraus einen Vergleichsrechner, der den Studenten zeigt: Haben sie mehr oder weniger Geld als ihre Kommilitonen? Im Zahlenfenster kann jeder sein monatlich verfügbares Barvermögen eintragen und sehen, wie viele Studenten mehr oder weniger haben. Sechs animierte Charts erklären, aus welchen Quellen die Einkünfte der meisten Hochschüler in Deutschland kommen.

Als Profis im Understatement taten unsere großartigen Kollegen in der Grafik so, als sei das nur eine kleine Fingerübung gewesen. Tatsächlich lagen die Daten erst spät vor und mussten in Windeseile in das gewünschte Tool gekippt werden.

Den Lesern, so viel lässt sich jetzt schon sagen, hat es gefallen: Zwei Millionen Mal klickten und tippten die Leser bislang in dem Werkzeug und verglichen sich mit ihren Kommilitonen, und es werden immer mehr. Hier können Sie mitklicken.