Examenspfusch: Der SMS-Trick - DER SPIEGEL
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Examenspfusch Der SMS-Trick

Die ehrwürdige Elite-Uni Sorbonne in Paris hat zwei Jurastudentinnen ertappt, die sich mit SMS-Nachrichten durch eine schriftliche Prüfung mogeln wollten. Der Schmu mit dem externen Helfer flog auf, weil die Prüfer ein gutes Auge bewiesen.
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Die Pariser Studentinnen im ersten Studienjahr mussten an einer rechtswissenschaftlichen Zwischenprüfung zum Verfassungsrecht teilnehmen. Wie der Rundfunksender "France Info" berichtet, übermittelten sie ihre Aufgaben nach außen und zahlten einem Helfer jeweils 50 Euro. So wollten sie die Prüfungshürde nehmen.

Die angehenden Juristinnen nutzten das Durcheinander und die Aufbruchstimmung am Ende der Prüfung, um die fertigen Lösungen von ihren Helfern entgegenzunehmen und als eigene Leistungen abzugeben. Doch der Schwindel flog auf, weil die Prüfer ein gutes Auge bewiesen: Beide eingereichten Lösungen waren identisch, und die Handschriften passten nicht zu den Kandidatinnen.

Studentinnen kommen glimpflich davon

Ein Disziplinarausschuss der Sorbonne, eine der renommiertesten Universitäten Frankreichs, sprach den Jurastudentinnen einen Tadel aus und annullíerte ihre Prüfungen, warf sie aber nicht aus der Hochschule. Wie die Zeitung "L'Express" berichtete, weigerten sich die Studentinnen, ihren Helfer zu nennen. Die Qualität der Arbeiten nannte Jean-Louis Bauer, Direktor der juristischen Fakultät, "mittelmäßig".

"Bei den nächsten Prüfungen im Februar werden wir noch wachsamer sein", kündigte er an: Die Studenten sollen künftig am Eingang kontrolliert werden, Hochschulangestellte Streife laufen und externe Helfer durch einen "cordon sanitaire", eine Art Sicherheitsgürtel, an der Kommunikation mit Examenskandidaten gehindert werden.