Fotografie: Hände weg vom Herd - DER SPIEGEL
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Fotografie Hände weg vom Herd

Fotos machen als Protest. Fotostudentin Lotte Reimann glaubt, dass Frauen noch immer in die Haushalts- und Familienrolle gedrängt werden. Darum graut es ihr vor sauberen Küchen, mit ihren Fotos feiert sie die Unordnung - und das sieht gut aus.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Lotte Reimann, 26, verfolgt mit ihrer Arbeit eine urfeministische Idee. "Frauen sind nicht dazu geboren, den Haushalt zu führen, sie werden in diese Rolle gedrängt", sagt die Studentin des Fachs Fotografie und Medien an der FH Bielefeld. In gängigen Rollenzuschreibungen sei es Aufgabe des weiblichen Geschlechts, Ordnung zu halten und sauberzumachen.

Reimanns Protest gegen solchen Machismo: das Stillleben einer unordentlichen Küche, fotografiert mit einer analogen Kamera. "Ordnung ist ja an sich positiv, aber manchmal zwingt sie eben auch", sagt Reimann. Dann müsse man Chaos schaffen. Und warum steht die Schreibmaschine im Backofen? "Weil sie da nicht hingehört."

In einer sechsteiligen Serie zeigen UniSPIEGEL und SPIEGEL ONLINE die Arbeiten junger Fotografie-Talente. Eine Folge verpasst? Hier steht, was schon war und wann was kommt:

Montag: Montierte Models und Naturkatastrophen
Mittwoch: Ähnlichkeit - verschmolzenene Frauenporträts
Donnerstag: Ein Fotografenleben in Polaroid
Freitag: Stierkampf auf Zelluloid
Samstag: Danebengehalten? Nein, draufgehalten!

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