Guter Geschmack: Harvard der Tafelkunst - DER SPIEGEL
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Guter Geschmack Harvard der Tafelkunst

Das Heimatland der edlen Küche verleiht der Kochkunst akademische Weihen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

In Frankreich gibt es jetzt das "Institut der Höheren Studien des Geschmacks, der Gastronomie und der Tafelkunst", was auf Französisch natürlich noch viel besser klingt: "l'Institut des Hautes Etudes du Goût, de la Gastronomie et des Arts de la Table" (IHEGGAT). Das "Harvard des guten Geschmacks" wird der Universität Reims angegliedert und im Herbst die ersten Studenten aufnehmen. Projektpartner sind unter anderem die Starköche Alain Ducasse und Gérard Boyer sowie große Champagner-, Bordeaux- und Cognac-Häuser. Das IHEGGAT soll etwa 60 Studenten betreuen. Jedes Vierteljahr werden die Eleven - vor allem Gastronomen, Küchenchefs und deren Kritiker - je eine Woche lang in Themen wie Neurophysiologie des Geschmacks oder Geschichte der Kochkunst weitergebildet. Für 4000 Euro im Jahr sollen die Hochschüler nicht nur die höheren Weihen der französischen Kochkunst erhalten, sondern auch den verblassenden Ruf der französischen Küche in der Welt neu aufpolieren.