Haushaltsentwurf 2014: DAAD-Stipendien bedroht - DER SPIEGEL
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Haushaltsentwurf 1000 DAAD-Stipendien für ausländische Studenten bedroht

Die Bundesregierung will ab 2014 beim Deutschen Akademischen Austauschdienst sparen: 1000 Stipendien sowie Programme mit ausländischen Hochschulen müssten gestrichen werden - sowohl Grüne- als auch CSU-Abgeordnete sind entsetzt.
Studenten in Magdeburg (Archivbild): Weniger Geld für DAAD-Stipendien
Studenten in Magdeburg (Archivbild): Weniger Geld für DAAD-Stipendien

Studenten in Magdeburg (Archivbild): Weniger Geld für DAAD-Stipendien

Foto: Peter_Fˆrster/ picture-alliance / dpa/dpaweb
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Aufregung beim Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD): Der Haushaltsentwurf der Bundesregierung für das Jahr 2014 sieht massive Kürzungen in der Kultur- und Bildungspolitik im Ausland vor. Die Opposition spricht von mehr als 40 Millionen Euro, die in diesen Bereichen eingespart werden sollen.

Der Plan der Bundesregierung liegt SPIEGEL ONLINE vor. Demnach will das Auswärtige Amt (AA) einen Großteil des Geldes beim DAAD sowie bei der Förderung von Auslandsschulen einsparen. Dem DAAD drohen Kürzungen in Höhe von 16 Millionen Euro, den Auslandsschulen stehen Kürzungen in Höhe von 20 Millionen Euro bevor.

"Das ist sehr schmerzlich", sagte DAAD-Präsidentin Margret Wintermantel. Die Kürzungen betreffen vor allem Stipendien für ausländische Studenten. Zuvor hatte der DAAD knapp 90 Millionen Euro für diese Projekte erhalten. Nun müssten, so Wintermantel, mindestens 1000 Stipendien für ausländische Studenten gestrichen werden. Zudem könnte der DAAD den deutschen Hochschulen weniger Gelder für die Betreuung ausländischer Studenten zahlen. Darüber hinaus sind, sagt Wintermantel, geplante Abkommen mit ausländischen Regierungen gefährdet, die Stipendien für deren Studenten sicherstellen sollten.

Opposition nennt Pläne "schizophren"

Laut Opposition ist das Auswärtige Amt mit diesen Plänen selbst nicht zufrieden. Dass das Amt den Kürzungen zugestimmt habe, wird in der Grünen-Fraktion als "schizophren" kommentiert. So wurde erst kürzlich im Bundestag ein Gesetz beschlossen, um die Finanzierung der Auslandsschulen zu sichern. "Mit den Kürzungen drohen nun Schließungen von Auslandsschulen", sagt der Grünen-Abgeordnete Sven-Christian Kindler.

Auch in der CSU stoßen die Pläne auf heftige Ablehnung: "Die vorgesehenen Kürzungen sind schlichtweg nicht akzeptabel. Das muss dringend wieder geändert werden", sagt Herbert Frankenhauser, CSU-Abgeordneter und stellvertretender Vorsitzender des Haushaltsauschusses. Eine Korrektur sei jedoch erst im neuen Bundestag nach der Bundestagswahl im September möglich.

Der DAAD versucht derzeit, mit dem AA zu verhandeln. "Wir tun, was wir können", sagt Wintermantel. Was die DAAD-Präsidentin noch nicht weiß: Auch das Bildungsministerium sieht im Haushaltsentwurf unter anderem Kürzungen beim DAAD vor. Knapp zehn Millionen Euro sollen im Bereich "Studenten- und Wissenschaftleraustausch sowie internationale Hochschul- und Wissenschaftskooperation" eingespart werden.

Der DAAD ist ein Zusammenschluss von 238 deutschen Hochschulen und 124 Studierendenschaften, er will das deutsche Hochschulsystem internationalisieren. Rund zwei Drittel seines Budgets - 407 Millionen im Jahr 2012 - kamen aus dem AA und dem Bildungsministerium.


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