Indische Lehrer: Streiken gegen das Strickverbot - DER SPIEGEL
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Indische Lehrer Streiken gegen das Strickverbot

Die Regierung eines indischen Bundesstaats geht hart gegen die Bildungsmisere vor. Den Lehrern ist mit sofortiger Wirkung das Stricken im Klassenraum untersagt worden, denn vor lauter Maschen und Reihen hätten sie die Kinder aus dem Blick verloren. Die Pädagogen wollen gegen das Verbot kämpfen.
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Hierzulande werden sich die Fachleute auch in zehn Jahren noch streiten, woran es liegt, dass viele Lehrer demotiviert sind. Ist es das Schulsystem - oder gar der bequeme Beamtenstatus? Indien ist da weiter. Dort haben die Behörden nun die Schwachstelle ihres Erziehungswesens identifiziert.

Neera Yadav, Bildungsministerin des indischen Gliedstaats Uttar Pradesh, nannte das Grundübel als erste beim Namen: Viele Lehrer seien oft mehr am Stricken interessiert als an der Unterrichtung ihrer Schüler. Eine Vielzahl von Elternbeschwerden hatte die Behörde auf den Plan gerufen.

Die Erkenntnis ist bekanntlich nur der erste Schritt zur Besserung, doch auch Phase zwei der indischen Bildungsoffensive hat bereits begonnen. Nun herrscht absolutes Strickverbot in den Klassenräumen des Bundesstaats. Die Lehrer jedoch denken nicht daran, sich das Handarbeitszeug widerstandslos aus der Hand nehmen zu lassen.

Stricken fördere schließlich die Konzentration, ereiferte sich der staatliche Vertreter der Lehrerschaft. Und ein anderer Kollege kündigte Aktionen an: Mit einem Streik wollen die Lehrer ihr Recht aufs Stricken durchsetzen.