Meteorologen-Wettstreit Froschauge, sei wachsam
Wetterfrosch: Unbestechlich, bei Sonne und bei Regen
Foto: A3471 Boris Roessler/ dpaEinen spielerischen Weg, sich künftigen Arbeitgebern zu präsentieren, praktizieren Meteorologiestudenten in Berlin, Leipzig, Zürich, Innsbruck und Wien. Auf der Web-Seite wetterturnier.de messen sie jedes Wochenende mit bis zu hundert Wetterbegeisterten ihr Prognose-Talent.
Sie sagen dabei beispielsweise voraus, wie wolkig es in Zürich wird und wie tief die Temperaturen in einer Samstagnacht in Leipzig sinken. Auch Niederschlag, Luftdruck und relative Sonnenscheindauer müssen sie angeben.
Die Tipps werden dann von Administratoren mit den tatsächlich gemessenen Zahlen zweier Wetterstationen vor Ort verglichen. Je näher die Vorhersage an den tatsächlichen Werten liegt, desto höher die Punktzahl - das Maximum von 200 Punkten an einem Wochenende hat allerdings noch niemand geschafft.
"Wer sich hervortut, hat viele Optionen"
Meteorologie gilt vielen als heißes Studienfach, gerade in Zeiten des Klimawandels haben Wetterfachleute Konjunktur. Und vor Jahren, als die Idee, Tiefs mit einem Wunschnamen auszustatten, neu war, verloste SPIEGEL ONLINE in einem Quiz den Namen eines Tiefdruckgebiets ("Osama" und "Puff Daddy" waren ausgeschlossen). Es gewann, natürlich, ein Meteorologie-Student.
"Das Turnier schließt die Lücke zwischen der Theorie des Studiums und der Praxis des Berufsalltags", sagt Georg Haas, einer der ehrenamtlichen Administratoren. "Wer sich hier hervortut", hofft er, "hat beruflich viele Optionen."