Musical-Film "Once" Die gewisse Note
Mit Kino-Musicals ist das ja so eine Sache: Wenn einem die Musik nicht gefällt, können Inszenierung, Schauspieler oder die Bilder noch so brillant sein, den Film kann man trotzdem vergessen. Diese Anforderung gilt natürlich auch für "Once" von John Carney, denn die Lieder sind Herz und Seele dieses kleinen melancholischen Filmwunders über einen irischen Straßenmusikanten (Glen Hansard) und sein Zusammentreffen mit einer klavierspielenden Blumenverkäuferin aus Tschechien (Markéta Irglová).
Die beiden Helden aus "Once" entschließen sich einfach, gemeinsam Musik zu machen, wenn der anstrengende Alltag ihnen die Gelegenheit dazu gibt. Dass sie dabei und darüber ihre gemeinsame Geschichte erzählen, ist nur der Nebeneffekt, aber der ist so einfühlsam und leicht in Szene gesetzt, dass man schon ein tiefe Aversion gegen Folk-Pop mit sanftem irischen Einschlag haben muss, um sich "Once" entziehen zu können. Die fabelhaften Songs stammen übrigens zum größten Teil aus der Feder der beiden Hauptdarsteller.