Placebo: Gott sei Dank Stagnation - DER SPIEGEL
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Placebo Gott sei Dank Stagnation

Schön, dass es im von Retro-Dancerock dominierten Großbritannien auch Bands gibt, die anders klingen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

So wie Placebo auf ihrem neuen, fünften Album "Meds". Statt, wie zunächst angekündigt, auf die elektronische Karte zu setzen, warf die Band um Sänger Brian Molko im Studio allen technischen Ballast über Bord und besann sich auf die Stärken der ersten beiden Alben: treibender, pathetischer Midtempo-Rock als Basis von Molkos rätselhaft-androgynem Gesang. Schnellere Nummern wie der Titeltrack "Meds" und "Drag", das zurückhaltende "Follow The Cops Back Home" oder Laut-leise-Dynamiker wie "Broken Promise" fügen sich nahtlos ein. Anderswo wird so was "Stagnation auf hohem Niveau" genannt, im Falle von Placebo aber ist "Meds" das Halten des künstlerischen Höhepunkts. Gut!