Privathochschüler: Zoff um StudiVZ-Gruppe - DER SPIEGEL
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Privathochschüler Zoff um StudiVZ-Gruppe

"Oestrich-Winkel: Studieren, wo andere für immer leben müssen" - in der hessischen Provinz kam es zum Showdown um diesen Namen einer StudiVZ-Gruppe. Es duellierten sich: Jusos und Studenten der noblen Zwerghochschule EBS.
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Der Titel einer StudiVZ-Gruppe mit 140 Mitgliedern sorgte für viel Zoff zwischen Jungsozialisten (Jusos) und Studenten der European Business School (EBS) in der hessischen Kleinstadt am Rhein: "Oestrich-Winkel: Studieren, wo andere für immer leben müssen".

EBS: Zweifel an der geistigen Reife der potentiellen Führungskräfte

EBS: Zweifel an der geistigen Reife der potentiellen Führungskräfte

Foto: European Business School

"Mit ihrem StudiVZ-Auftritt hat die Gruppe einen großen Personenkreis in der Bevölkerung von Oestrich-Winkel angegriffen", sagt Sebastian Busch, Vorsitzender der Jusos im Rheingau. Die jungen Politiker schrieben deshalb im April an die EBS-Hochschulleitung und forderten, dass der StudiVZ-Eintrag gelöscht werden müsse. Dieser sei eine "erhebliche Belastung der Beziehung" zwischen der privaten EBS und den Oestrich-Winklern. Die Mitgliedschaft in solchen Gruppen werfe zudem "ein bedenkliches Licht auf die geistige Reife der betroffenen Personen (wohlgemerkt potentiellen zukünftigen Führungskräften)".

Die Antwort der EBS kam prompt: "Als staatlich akkreditierte Hochschule haben wir die Meinungsfreiheit und die Persönlichkeitsrechte unserer Studierenden zu achten." An Kontrolle, Zensur und Bestrafung sei nicht zu denken. Ein EBS-Student drohte gar mit rechtlichen Schritten gegen die Jusos.

Nach einigen Medienbeiträgen über den Streit ist der Eintrag auf der Internet-Plattform mittlerweile allerdings wieder verschwunden. "Wir sind guter Dinge, dass sich jetzt alles wieder einrenken wird", sagt Juso-Vorsitzender Busch.