Protest gegen Studiengebühren: Studenten besetzen Gleise - DER SPIEGEL
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Protest gegen Studiengebühren Studenten besetzen Gleise

Am Mittwochabend haben Studenten den Betrieb am Frankfurter Hauptbahnhof für eine halbe Stunde lahmgelegt. Um gegen die Einführung von Studiengebühren zu protestieren, stellten sie sich auf die Gleise.
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Frankfurt/Main - Etwa 80 Studenten besetzten am Abend Gleise des Hauptbahnhofs. Die Polizei riegelte das Gebäude ab, mehrere Gleise wurden gesperrt, im Berufsverkehr kam es zu Verspätungen. Ein Sprecher der Bundespolizei erklärte, der Zugverkehr im Hauptbahnhof, über den wichtige bundesweite Verbindungen laufen, sei von 17.25 Uhr bis 18 Uhr eingestellt worden.

Im Anschluss an eine Vollversammlung zogen am Nachmittag etwa 500 Studenten unter dem Motto "Solidarität und freie Bildung" zunächst vom Campus Richtung Innenstadt, um gegen die Einführung von Studiengebühren in Hessen zu demonstrieren. Der Protest verlief friedlich, einige Studenten blockierten eine Kreuzung. Am Hauptbahnhof kam es dann zur Gleisblockade. Mehrere Demonstranten wurden nach Polizeiangaben festgenommen und an den Eingängen des Bahnhofs Kontrollposten eingerichtet: Die Reisenden sollten von den Protestlern getrennt werden.

Im Sommer hatte es am Frankfurter Bahnhof schon einmal einen solchen Zwischenfall gegeben, als Studenten aus Protest gegen die geplanten Gebühren Müllcontainer auf die Gleise warfen und den öffentlichen Nahverkehr kurzzeitig lahm gelegt hatten. Wie in Frankfurt blockierten Gebührengegner auch in anderen hessischen Städten mehrfach Autobahnen. Die Gebühreneinführung beschloss Hessens CDU-Landesregierung trotz der wütenden Studentenproteste und ließ sich lediglich auf eine Nachbesserungen ihres Gesetzentwurfs ein. Studentenvertreter hatten im Sommer bereits angekündigt, dass es im Wintersemester weiteren Aufruhr geben werde.

jol/AP/Reuters

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