Punkrock: Angriff der Nummer drei - DER SPIEGEL
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Punkrock Angriff der Nummer drei

Neben Alt-Rockern wie den Ärzten und den Toten Hosen haben sich die Berliner Beatsteaks klammheimlich etabliert.
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"Wie kannst du bei den Beatsteaks ruhig sitzen bleiben, wenn dir doch Schlagersänger Tränen in die Augen treiben ... ich glaub, ich schmeiß dich raus", singen die Ärzte in "Unrockbar!" - und outen sich als Fans der Beatsteaks. Seit ihrem 1997 erschienenen Debüt "48/49" machten sich die fünf Berliner Rocker mit eingängigem Melodic-Punk auf den Weg aus dem Underground. Mit dem aktuellen vierten Tonträger "Smack Smash" dürften sich die Beatsteaks neben den Ärzten und den Toten Hosen als Deutschlands Punkrock-Band Nummer drei etabliert haben.

"Big Attack" heißt der erste Track, ein schnörkelloser Angriff auf den Gehörgang. Schnell zeigt sich: Die Band hat sich erneut weiterentwickelt. Zwar dürfen sich die Hörer immer noch an schnellen Punk-Grölern wie "Loyal To None" und "My Revalation" erfreuen, aber die Stärke der Beatsteaks liegt mittlerweile beim gepflegt melodiösen Rock zwischen Bad Religion, The Strokes und Queens Of The Stone Age. "Atomic Love" zum Beispiel ist trotz Megafon-verzerrten Gesangs ein gutes Stück Pop geworden, ebenso wie die Liebeskummer-Therapie "Ain't Complaining". Zu meckern gibt es bis auf die kurze Spielzeit von knapp über 30 Minuten in der Tat nichts.

TINO LANGE