Selbsttest 2: Wer nix kann, wird Schiffsoffizier - DER SPIEGEL
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Selbsttest 2 Wer nix kann, wird Schiffsoffizier

20 Minuten, 136 Fragen zu Schulfächern, Noten, Hobbys und Interessen - schon ist der Selbsttest der Universität Hohenheim abgeschlossen. Doch die Qual der Wahl beginnt anschließend erst richtig: Immerhin werden dutzende Vorschläge ausgegeben.
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"Geben Sie bitte an, wie sehr Sie die jeweilige Tätigkeit interessiert (...) und wie gern Sie diese Tätigkeit tun möchten." Das klingt nach einer lösbaren Aufgabe. Und 20 Minuten für den Test "Was studiere ich?"  der Universität Hohenheim sind leicht zwischen Abendbrot und Fernsehkrimi zu quetschen.

Möchte ich unerforschten Dingen nachgehen? Arbeite ich gerne mit Kindern zusammen? Setze ich gerne ein Produkt aus Einzelteilen zusammen? Möchte ich elektronische Anlagen entwerfen? Solche Fragen würde wohl auch ein kompetenter Studienberater stellen. Stattdessen begleitet mich hier eine grüne Echse durch den sechsseitigen Fragebogen.

Nicht nur die eigenen Studienfächer, sondern Tätigkeitsprofile von rund 500 Berufen haben die Hohenheimer Wissenschaftler nach eigenen Angaben in die 136 Fragen einfließen lassen. Der Test soll die individuelle Interessenausprägung in sechs Bereichen ermitteln: technisch, forschend, musisch-sprachlich, sozial, unternehmerisch und ordnend-systematisierend.

Exakt zu meinem Profil passen laut Analyse ein Dolmetscher-Studium oder Musik auf Lehramt. Eine sehr hohe Übereinstimmung ist mit 21 weiteren Fächern festzustellen, bunt gemischt von Arabistik, über Choreographie, Japanologie, Kirchenmusik und Kulturwissenschaften bis hin zu Gesangslehre und Journalistik.

Gleich 23 Fächer als Ergebnis

Da fängt die Qual der Wahl doch erst richtig an. Ein Studienberater aus Fleisch und Blut vermag das Angebot mit einem persönlichen Gespräch vermutlich doch etwas stärker einzuschränken. Gesangslehre ist für jemanden, der seine Eins im Musikgrundkurs für ein tolles Referat über Klavierbau eingeheimst hat, aber keinen richtigen Ton trifft, wohl definitiv die falsche Wahl.

Dann werde ich doch lieber technischer Schiffsoffizier. Die müssen dem Test zufolge gar nichts können. Wer bei allen Fragen "Das interessiert mich gar nicht" angibt, erhält das nautische Studium vorgeschlagen. Immerhin wirft die Auswertung dann Zweifel am allgemeinen Studieninteresse auf:

"Die Auswertung Ihrer Antworten weist auf ein unterdurchschnittliches Interesse an Tätigkeiten hin, die für ein erfolgreiches Studium bedeutsam sind. Das bedeutet nicht, dass Sie auf keinen Fall studieren sollten. Sie sollten sich aber gut überlegen, ob ein Studium das Richtige für Sie ist."

Getestet von Antonia Götsch