Studenten-Wohnheime Geliebte Notlösung
Wohnungsgesuche im Studentenwerk Freiburg: Geliebtes Studenten-Wohnheim
Foto: Patrick Seeger/ picture-alliance/ dpaDie Zimmer sind oft zu eng, die Nachbarn zu laut und die Badezimmer regelmäßig verschmutzt - niemand würde behaupten, dass das Leben im Wohnheim sich besonders komfortabel gestaltet. Für viele Abiturienten ist der Einzug in die meist schmucklosen Hochhäuser daher zunächst eine Notlösung. Doch wer einmal drin lebt, fühlt sich pudelwohl.
Bei einer Online-Befragung unter 22.000 Hochschülern im Auftrag des Deutschen Studentenwerks (DSW) kam heraus, dass neun von zehn Heim-Bewohnern sofort wieder einziehen würden. Am meisten wussten es die Befragten zu schätzen, dass die Unterkünfte oft in direkter Uni-Nähe liegen und relativ günstig sind. Außerdem kommt man leicht ins Gespräch mit den vielen dort ansässigen Kommilitonen, und es ist immer was los.
DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde nahm die positiven Umfrage-Ergebnisse zum Anlass, für den Bau weiterer Wohnheime zu werben. Wegen der Doppelabitur-Jahrgänge, die nach der Einführung des achtjährigen Gymnasiums auf die deutschen Universitäten zukämen, müssten zu den bestehenden 230.000 Wohnheimplätzen "sehr schnell" mindestens 20.000 weitere hinzukommen. Schon jetzt gebe es gerade in den großen Studentenstädten sehr lange Wartelisten für einen Wohnheimplatz.