Studentenfutter: Gutes Essen aus Essen - DER SPIEGEL
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Studentenfutter Gutes Essen aus Essen

Notsituation in der WG: Der Besuch ist da, aber nichts ist gekocht. Die meisten Studenten würden reflexartig den Pizza-Dienst anrufen. Gerrit und Philippe entschieden anders - und ihre Kombination aus Zander und Mangold-Gnocchi begeisterte den Kochexperten des UniSPIEGEL.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Fisch trifft Mangold-Gnocchi - das empfand Alfred Freeman, Spitzenkoch, SPIEGEL-Kantinenchef und Juror unseres UniSPIEGEL-Kochwettbewerbs als Glücksfall - und kochte das Gericht sogleich wochenends zu Hause nach. So gewann der Vorschlag die vierte Etappe unseres Wettbewerbs.

Das Rezept entstand in einer klassischen WG-Notsituation: Gäste da - was kochen? "Wir standen alle in der Küche und überlegten uns, dass wir unsere Ideen ja mal zusammenschmeißen könnten", erzählt Gerrit Schertzinger, 24. "Jetzt ist unsere Wohnung ein bayerisch-niederrheinischer Gourmettempel!", sagt sein WG-Genosse Philippe Louis, 25. Philippe stammt nämlich aus München, Gerrit aus Emmerich am Rhein, wo er Angeln zu seiner Passion erkor.

Ein lebensbestimmendes Faible, denn jetzt studiert Gerrit an der Uni Duisburg-Essen "Water Science" - Chemie, Mikrobiologie und Analytik des Wassers. Angeln geht er immer noch, was ihm und Philippe den Kühlschrank füllt. Philippe studiert an derselben Uni "European Adult Education", Erwachsenenbildung.

Zander mit Mangold-Gnocchi

Zutaten für sechs (hungrige) Personen:

- 2 Zander mit je ca. 1,5 kg Gewicht (Alternativen: Seewolf, Dorade)
- Currypulver (scharfe Thaicurry-Paste oder das mildere Madrascurry, Dosierung je nachdem)
- Einige Scheiben Salatgurke
- 500 g Mangold
- 1 kg Fertig-Gnocchi
- Olivenöl
- 1 Glas Weißwein
- 1/4 l Gemüsebrühe
- Chilipulver
- 3 Knoblauchzehen
- 2 Zweige Rosmarin
- Muskatnuss, gerieben
- Garam Masala
- grobes Meersalz
- Pfeffer

So geht's:

  • Zander ausnehmen (oder küchenfertig kaufen), den Fisch, auch seinen ausgehöhlten Bauch, einreiben mit Curry, Meersalz, Pfeffer, Rosmarin und zwei ausgepressten Knoblauchzehen. Das Tier mit ein paar Gurkenscheiben belegen, damit es nicht austrocknet, Alufolie drum herum und in den auf 200 Grad vorgeheizten Backofen packen. Etwa 30 Minuten backen - je nachdem, wie dick der Zander ist.
  • Dann die Mangold-Gnocchi zubereiten: Mangold putzen, die weißen Teile in 1 bis 2 Zentimeter breite Streifen schneiden, die grünen nur 0,5 bis 1 Zentimeter breit. Wasser zum Kochen bringen, salzen. Zunächst die weißen Streifen hineingeben, 3 Minuten später die grünen dazu. Nach weiteren 3 Minuten abgießen. Währenddessen in einer großen Pfanne Olivenöl erhitzen, darin eine gepresste oder feingehackte Knoblauchzehe und Chilipulver etwa 2 Minuten anschwitzen. Anschließend den Mangold dazugeben und weitere 3 bis 5 Minuten bei mittlerer Hitze dünsten. Dann mit Weißwein und Gemüsebrühe ablöschen und bei geringer Hitze 3 bis 5 Minuten einköcheln lassen.
  • Gnocchi in der Zwischenzeit 2 bis 3 Minuten in Salzwasser kochen, abgießen und in die Mangold-Pfanne geben. Insgesamt sollte der Pfanneninhalt von einer sehr sämigen Sauce benetzt sein; eventuell Wasser oder Wein dazugeben.
  • Mangold-Gnocchi mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss und ein bisschen Garam Masala würzen.
  • Den Fisch aus dem Ofen nehmen. "Wenn das Fleisch sich einfach von den Gräten löst, ist der Fisch gar", erklärt Philippe, "dann könnt ihr die Gurken wegtun, ihn filetieren, in Portionen aufteilen, die Mangold-Gnocchi dazupacken und das alles mit einem guten Weißwein genießen!"


Der Wettbewerb läuft weiter!

Die Details gibt es unter www.unispiegel.de/studentenfutter .
Rezepte bitte schicken an: studentenfutter@unispiegel.de .

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