Studentenfutter: Lukull im Schlösschen - DER SPIEGEL
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Studentenfutter Lukull im Schlösschen

Mit Getränken und gutem Essen kennen sie sich aus. Eine echte Schlemmer-WG, die in einem Schlösschen am Rhein wohnt, hat die letzte Etappe des UniSPIEGEL-Kochwettbewerbs gewonnen. Wein, Wild und Schokolade - das richten die fünf Schöpfer des Sieger-Rezepts zum Festmahl an.
Letzte Runde im Kochwettbewerb: Zum Abschluss ein Festmahl
Letzte Runde im Kochwettbewerb: Zum Abschluss ein Festmahl

Letzte Runde im Kochwettbewerb: Zum Abschluss ein Festmahl

Foto: Flag Aubry/Broquard
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  • Die Wohngemeinschaft:

Ganz klar, diese WG ist zu beneiden. Die fünf Schöpfer des Sieger-Rezepts wohnen in einem entzückenden Schlösschen am Rhein, einem Adelssitz aus dem 17. Jahrhundert, und sie studieren - Genuss. Tim, Johannes und Kristian, genannt "Krile", jedenfalls: Ihr Fach an der FH Geisenheim ist die Önologie. Da kann es schon mal passieren, dass man im Seminar gezwungen ist, Wein zu verkosten. "Ansonsten lernt man alles, was ein Winzer können muss", erklärt Tim.

Victoria ("Vicky") allerdings studiert "Internationale Weinwirtschaft" und Benjamin ("Benny") Getränketechnologie. Hört sich erst mal unsinnlich an. "Die sind aber auch sehr bedacht auf gutes Essen", beteuert Tim. Überhaupt habe die WG sich "Geselligkeit, Wein und Tafelfreuden" auf die Fahnen geschrieben. Das Weihnachtsmenü ist alljährliche Tradition. "Und wir veranstalten jede Woche eine Weinprobe", sagt Tim.

Freunden aus der rebenlosen Diaspora im Lande empfehlen die WG-Experten von Schloss Kosakenberg jederzeit und gern "gute Weine für gutes Geld". Natürlich "nicht aus dem Supermarkt", fügt der Önologiestudent hinzu. Inzwischen haben die "Kosaken" sogar einen WG-Wein gekeltert: "Einen fruchtig-mineralischen Sylvaner", schwärmt Tim. "Ist bei unseren Partys immer sehr willkommen."

  • Das Festtagsmahl:

Hirschkalbskeule in Spätburgunder-Zartbittersoße

  • So geht's:

Ofen auf 160 Grad vorheizen. Den gewürfelten Speck bei mittlerer Temperatur im Bräter auslassen. Die krossen Speckwürfel herausnehmen und zum Knabbern in eine Schüssel füllen, das flüssige Fett im Bräter hoch erhitzen und die Keule von allen Seiten scharf anbraten. Herausnehmen und das gewürfelte Röstgemüse, die Zwiebeln und den Rosmarin ebenfalls kräftig anbraten. Nach 2-3 Minuten den Rotwein - vorher auf Kork geprüft - hinzugeben, die Keule auch, Bräter in den Ofen.

Alle 30 Minuten das Fleisch in der Flüssigkeit wenden, es bleibt etwa zwei Stunden im Ofen. Bevor der Hirsch fertig ist, das Gemüse zubereiten; dabei auf die unterschiedlichen Garzeiten achten, damit alles auf den Punkt fertig wird: Kartoffeln schälen, in kaltem Salzwasser auf den Herd stellen. Wenn das Wasser kocht, die Kartoffeln noch etwa 20 Minuten drinlassen (mit einer Gabel testen, ob sie gar sind). Äußere Rosenkohlblättchen entfernen, auf der Unterseite kreuzweise einritzen, waschen, für 10 Minuten in kochendes Salzwasser geben. Die Bohnen von ihren Enden befreien, waschen, sie kommen für 5 Minuten in bereits kochendes Salzwasser.

Das Fleisch herausnehmen, in Alufolie wickeln und im Ofen bei etwa 50 Grad ruhen lassen. Die Flüssigkeit durch ein Sieb schütten und die Schokolade darin schmelzen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Fertig!

  • Die Zutaten für 8 Personen:

1,5 kg Hirschkalbskeule vom Wildmetzger
200 g durchwachsener Speck in Würfeln
frischer Rosmarin
3 Möhren
1 Stange Lauch und 1 Knollensellerie zum Anrösten (grob gewürfelt)
100 g Schokolade mit 70 Prozent Kakaoanteil
3 Zwiebeln (grob gewürfelt)
2 Flaschen Spätburgunder
1 kg Rosenkohl
500 g Brechbohnen
1,5 kg festkochende Kartoffeln
Salz, Pfeffer

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